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Optische Täuschung im Wittstocker Zentrum

Besonderes Bauprojekt Optische Täuschung im Wittstocker Zentrum

Wohnraum in der Wittstocker Innenstadt geht weg wie warme Semmeln. Das neue Haus, das in der St.-Marien-Straße gebaut wird, ist bereits komplett vermietet, obwohl bislang nur eine Baugrube und ein Kran zu sehen sind. Dort soll ein ungewöhnliches Gebäude entstehen: Es kommt optisch wie zwei verschieden hohe Nachbarhäuser daher.

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Diese beiden Häuser in der Mitte werden in Wahrheit nur ein einziges.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wie zwei unterschiedlich hohe Häuser buchstäblich zu einem einzigen verschmelzen, kann man in den nächsten Monaten in Wittstock beobachten. Denn in der St.-Marien-Straße entsteht ein Haus, das wie zwei Häuser aussehen wird. Vorgenommen hat sich das Ganze eine Eigentümergesellschaft aus Wittstock. Umgesetzt wird das Vorhaben von der Wittstocker Hoch- und Tiefbaugesellschaft (HTW).

Bei dem Projekt geht es um eine Lückenschließung. Das ungewöhnliche neue Haus füllt künftig den Platz aus, den zuvor größtenteils eine alte Bäckerei einnahm, die inzwischen aber abgerissen wurde. Vorgesehen seien stattdessen sieben seniorenfreundliche, barrierefreie Wohnungen, sagt Reimut Krüper von der RK-Immobilienverwaltung, die das Haus künftig verwaltet. Bis Ende kommenden Jahres soll das Haus fertig sein. Eine konkrete Bausumme will Krüper nicht nennen. Er gründete die Baufirma HTW am 1. März 1991, zog sich aber Ende 2014 als Geschäftsführer zurück und führt seither die RK-Immobilienverwaltung.

Der große Kran ist seit einiger Zeit ein Hingucker in der St-Marien-Straße in Wittstock

Der große Kran ist seit einiger Zeit ein Hingucker in der St.-Marien-Straße in Wittstock.

Quelle: Björn Wagener

Und die braucht sich um die Vermietung keine Sorgen zu machen. Die Wohnungen seien zwischen 65 und 90 Quadratmeter groß und bereits alle vergeben, obwohl gerade erst eine Baugrube und ein rund 30 Meter hoher Kran mit einem 40 Meter langen Ausleger zu sehen sind. Tragkraft: vier Tonnen, an der Spitze eine Tonne Gewicht.

„Es sollte eigentlich schon im Juli losgehen, aber es gab Verzögerungen, die mit der Baudenkmalpflege zusammenhingen. Deshalb mussten auch Änderungen an der Statik vorgenommen werden“, sagt Reimut Krüper. Der ursprüngliche Zeitplan soll aber trotzdem noch eingehalten werden.

Das Haus könne ebenerdig von der Front- und von der Rückseite betreten werden. Obwohl das Erdgeschoss als Hochparterre angelegt wird, um Höhenunterschiede im Baugrund auszugleichen, solle das für Gehbehinderte kein Problem sein. Denn auch die wenigen Stufen bis ins Erdgeschoss können mit einem Fahrstuhl überwunden werden. Dieser soll außerdem bis in den Dachboden reichen. Denn nur so können diesen auch Mieter nutzen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Ein Keller sei nicht geplant, sagt Reimut Krüper. Darüber hinaus solle der Hof gestaltet werden und jede Wohnung entweder eine Terrasse oder einen Balkon sowie jeweils einen Pkw-Stellplatz erhalten.

Dass sich das Haus wie zwei verschiedene Häuser präsentieren wird, die auch noch unterschiedlich hoch sind, habe rein optische Gründe. Denn die Höhen der jeweiligen Nachbarhäuser variieren erheblich. Das neue Haus soll durch seine besondere Konstruktion eine harmonische Verbindung herstellen. Schließlich sei auch der Denkmalschutz mit in das Vorhaben involviert, so Krüper.

Bislang ist nur eine Baugrube zu sehen

Bislang ist nur eine Baugrube zu sehen.

Quelle: Björn Wagener

Wohnraum für ältere Menschen in der Innenstadt ist äußerst gefragt. Die Wohnungen seien lediglich durch Mundpropaganda vergeben worden. „Wir haben gar nichts dazu getan. Das hat sich von selbst ergeben“, sagt Reimut Krüper. Für ihn wird damit einmal mehr deutlich: Es fehlen Wohnungen mit Fahrstuhl, die vor allem für ältere Menschen geeignet sind. Denn wer als Senior an gesellschaftlichen Aktivitäten teilhaben will, schätze es, die entsprechenden Einrichtungen, aber auch Ärzte oder Geschäfte in der Nähe zu haben.

Wer es jetzt bedauert, dass in dem Haus schon alle Wohnungen vergeben sind, weil er ebenfalls gern dort eingezogen wäre, hat vielleicht noch eine andere Chance, in der Wittstocker Innenstadt zum Zuge zu kommen: Das Haus in der Kettenstraße 54 soll laut Reimut Krüper ebenfalls demnächst saniert und ausgebaut werden. Grundrisszeichnungen gebe es dafür allerdings noch nicht.

Von Björn Wagener

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