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Ortsbeirat vertagt Beschluss zu Brücke

Wustrau-Altfriesack Ortsbeirat vertagt Beschluss zu Brücke

Die Sanierung der Brücke über den Alten Rhin bei Linumhorst würde knapp 650 000 Euro kosten. Zu viel, um diese Kosten alleine der Gemeinde Fehrbellin aufzubürden, finden die Ortsbeiratsmitglieder von Wustrau-Altfriesack. Sie wollen zunächst andere Geldgeber mit ins Boot holen. Und dann über das Projekt entscheiden.

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Die Brücke ist stark verrostet. Sie muss dringend saniert werden.

Quelle: Peter Geisler

Wustrau-Altfriesack. Der Ortsbeirat von Wustrau-Altfriesack hat eine Entscheidung über die Sanierung der Stahlfachwerkbrücke über den Alten Rhin bei Linumhorst vertagt. Die Arbeiten an der Brücke würden knapp 650 000 Euro kosten. Eine so hohe Summe dürfe die Gemeinde Fehrbellin nicht allein stemmen, sagt Ortsvorsteher Ingo Lam­precht. Vor einem endgültigen Beschluss müsse die Gemeinde zunächst versuchen, noch weitere Geldgeber mit ins Boot zu holen. So soll – wenn möglich – auch Kremmen an den Sanierungskosten beteiligt werden. „Die Brücke ist für Landwirte sehr wichtig – aber nur für die Kremmener“, sagt Lamprecht. „Landwirte aus Fehrbellin nutzen die Brücke nicht.“

Möglich ist nach Einschätzung des Ortsbeirates auch, Fördermittel bei den Stiftungen des Denkmalschutzes oder bei der Flurneuordnung einzuwerben. „Wir können nicht eine Brücke für eine andere Gemeinde sanieren“, sagt Lamprecht. Fehrbellin müsse noch andere große Aufgaben in Angriff nehmen – den Neubau des Wustrauer Feuerwehrgerätehauses etwa.

Der Brücke droht eine Sperrung

Die denkmalgeschützte Brücke ist so marode, dass sie ohne Sanierung gesperrt werden müsste, heißt es in dem von der Verwaltung erarbeiteten Beschlussvorschlag. So müssen defekte oder stark verrostete Stahlteile ausgetauscht und der Beton in den Widerlagern saniert werden.

Die Brücke im äußersten Südosten des Landkreises wird heute nur noch von Landwirten genutzt. Die Straße dorthin ist nicht öffentlich. Eigentlich sollen die Arbeiten an der Brücke noch in diesem Jahr beginnen – das sieht zumindest der Vorschlag der Verwaltung so vor.

Bauwerk aus zwei Brücken

Die Stahlfachwerkbrücke war 1897 als Behelfsbrücke am Berliner Weidendamm errichtet worden. Mitte der 20er-Jahre wurden Teile dieser Brücke bei Bauarbeiten an der Straße zwischen Flatow und Wustrau verwendet. Andere Teile der Weidendammer Notbrücke wurden nach Angaben der Denkmaltopografie für eine weitere Rhinbrücke an der Stichstraße nach Wall genutzt. Beide Brücken wurden 1945 gesprengt. Aus Resten der Bauwerke wurde schließlich die Querung über den Alten Rhin bei Linumhorst errichtet.

Von Frauke Herweg

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