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Ostprignitz-Ruppin Ortschef und Ortschronist
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ortschef und Ortschronist
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00:17 02.09.2016
Thomas Sträter liebt es, in alten Unterlagen von Betzin zu stöbern. Quelle: FOTOS (2): Peter Geisler
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Betzin

Nichts macht Thomas Sträter lieber als in alten Unterlagen zu forschen. Und zwar in solchen, die mit dem Ort etwas zu tun haben, in dem er seit 2000 lebt. Das kleine Luchdorf ist seitdem für den gebürtigen Berliner – „da bin ich stolz drauf“ – sein Zuhause.

Neu-Betziner brachte sich von Anfang an im Ort ein

Damals war er gerade 40 Jahre alt geworden und seine Frau sagte: „Wenn man in dem Alter kein eigenes Haus hat, wird das nichts mehr.“ Durch Bekannte im Nachbarort Brunne kamen Sträters zu ihrem Haus in Betzin. Am südlichen Angerende steht der ehemalige Dorfkrug, den sich das Ehepaar ausbaute. „Innerhalb von drei Monaten war das Haus bezugsfertig“, sagt Thomas Sträter. Dabei blieben nur die Grundmauern stehen. Doch Thomas Sträter ist aus der Baubranche, er wusste, was zu tun war.

Er lebt nicht nur in Betzin, er bringt sich auch in vielfältiger Art und Weise ein. Seit 2003 ist er im Ortsbeirat, seit 2008 Ortsvorsteher. Er habe schon von einigen die rote Karte angedroht bekommen, falls er nicht mehr antreten wolle, sagt er und lacht. Voraussetzung für dieses Amt sei Kompromissbereitschaft und offen zu sein für die Meinung anderer.

Eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft

In Betzin, wo ein Drittel der Einwohner laut Sträter Berliner sind, klappt das Zusammenleben. „Wir verstehen uns. Jedes Jahr gibt es ein Dorffest“, sagt Sträter. Man lebe nicht anonym nebeneinander her, sondern helfe sich gegenseitig. Dieses Miteinander macht für den Ortschef eine Dorfgemeinschaft aus.

Auch die Kinder sind ins Dorfleben eingebunden. Christiane Drechsler und Michaela Rönnefahrt basteln im Gemeindehaus mit den Kindern, zeigen ihnen, wie Kerzen gezogen werden, was sie mit Kartoffeldruck herstellen können und vieles mehr. Ein Kinderfest und eine Weihnachtsfeier für den Nachwuchs gehören ebenfalls zum Programm.

„Das einzige, was mich ärgert ist, dass wir keinen Spielplatz haben“, sagt Thomas Sträter. Der von den Einwohnern bevorzugte Platz in der Nähe des Dorf­teiches, wo bereits eine Sitzgruppe steht, ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht erlaubt.

Der benachbarte Ort Karwesee hat zwar einen Spielplatz. Doch nur um die Kinder einmal im Sand spielen oder schaukeln zu lassen, setzt sich niemand ins Auto und fährt die zwei Kilometer bis dorthin. Ansonsten sieht Sträter keine Probleme im Ort. Alle baulichen Maßnahmen wie Anschlüsse und Straßenbau sind erledigt., die Dorfgemeinschaft funktioniert.

Ortschef beschäftigt sich mit der Geschichte des Dorfes

Der Ortschef beschäftigt sich nicht nur mit der Gegenwart, sondern als Ortschronist auch mit der Vergangenheit Betzins. „Ich interessiere mich sehr für die Geschichte“, erzählt er. In seinem Arbeitszimmer stehen Aktenordner mit alten Unterlagen. Da Thomas Sträter die altdeutsche Schrift noch entziffern kann, sind viele Dokumente für ihn kein Geheimnis. Etliche Dorfbewohner arbeiten ihm zu. So weiß er, dass die Feuerwehr erstmalig 1927 erwähnt wurde und sie entstanden ist aus einer Gruppe, die sich eigentlich nur amüsieren wollte, dann aber, als sich die ersten Wehren bildeten, ernsteren Dingen zuwandten und nun auf eine bald 90-jährige Geschichte zurück blicken können. Diesen und anderen Geschichten des Dorfes ist Thomas Sträter auf der Spur.

Von Dagmar Simons

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