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Ortsvorsteher Lothar Winter tritt zurück

Niemerlang Ortsvorsteher Lothar Winter tritt zurück

Lothar Winter legt mit sofortiger Wirkung sein Amt als Ortsvorsteher in Niemerlang nieder und tritt aus dem Beirat aus. 13 Jahre stand er an vorderster Stelle. Er möchte nicht länger dafür verantwortlich sein, wenn etwas nicht funktioniert. Nun müssen die zwei verbliebenen Mitglieder im Ortsbeirat klären, wer Winters Nachfolge antritt.

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Noch-Ortsvorsteher Lothar Winter.

Quelle: Christamaria Ruch

Tetschendorf. Lothar Winter tritt von seinem Amt als Ortsvorsteher in Niemerlang zurück. Er verzichtet mit Wirkung ab 30. September auf seine Mitgliedschaft im Ortsbeirat und legt sein Amt vorzeitig nieder. Dies teilte er am Dienstagabend während der Sitzung vom Ortsbeirat Niemerlang mit. Das Gremium tagte im Gemeindezentrum in Tetschendorf.

Doris Lorenz und Bodo Matysek verbleiben im Ortsbeirat Niemerlang; das Gremium ist nach wie vor arbeitsfähig. Beide nahmen wie Winter im Jahre 2003 ihre Arbeit in dem Gremium auf. Nun müssen sie untereinander klären, wer auf Winter folgt. 13 Jahre hatte Lothar Winter das Amt inne. Der 69-Jährige sagte: „Ich stehe hier mit allem alleine da und muss mir immer wieder anhören, dass vieles nicht funktioniert.“ Vor allem die Engpässe bei Personal und Finanzen kritisiert er. Trugen bei der Einwohnerfragestunde Bürger ihre Sorgen vor, musste er zuletzt immer öfter passen. „Jeder will, dass hier alles erledigt wird, aber die Stadt Wittstock hat keine Leute, die hier die gewünschten Arbeiten der Bürger ausführen“, so Winter. Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof in Wittstock funktionierte immer, betonte Winter. Der Ortsvorsteher räumte ein: „Ich bin ausgebrannt, und möchte meine Gesundheit schonen. Schließlich ist das Amt des Ortsvorstehers nur ein Ehrenamt.“

Winter: „Konnte das nicht mehr länger mit ansehen“

Seit Juli reifte sein Entschluss für diesen Schritt. Zuletzt stand nicht einmal mehr jemand dafür bereit, das Gemeindezentrum im Gutshaus Tetschendorf in Schuss zu halten und zu reinigen. „Meine Frau unterstützte mich deshalb dabei, aber jetzt konnte ich das nicht länger mit ansehen, es ist einfach zu viel“, so Winter.

Zieht Winter Bilanz, sagt er: „Wir haben viel geschaffen, etwa die Straßensanierungen in Niemerlang und Tetschendorf sowie die Verbindungsstraße zwischen den beiden Dörfern.“ Er ist stolz, dass das Gutshaus in Tetschendorf bislang erhalten bleiben konnte. „Da habe ich meine ganze Kraft rein gesteckt, und die Stadt Wittstock als Eigentümer investiert immer wieder.“ Bis zum letzten Jahr stand regelmäßig eine Person bereit, die die Pflege der Grünanlagen in dem Ortsteil übernahm. Trotz seines Rücktritts ist sich Lothar Winter sicher: „Die Probleme, vor denen wir hier stehen, bleiben wegen der finanziellen Engpässe.“

Von Christamaria Ruch

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