Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ortsvorsteher Lothar Winter tritt zurück
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ortsvorsteher Lothar Winter tritt zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 01.10.2016
Noch-Ortsvorsteher Lothar Winter. Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Tetschendorf

Lothar Winter tritt von seinem Amt als Ortsvorsteher in Niemerlang zurück. Er verzichtet mit Wirkung ab 30. September auf seine Mitgliedschaft im Ortsbeirat und legt sein Amt vorzeitig nieder. Dies teilte er am Dienstagabend während der Sitzung vom Ortsbeirat Niemerlang mit. Das Gremium tagte im Gemeindezentrum in Tetschendorf.

Doris Lorenz und Bodo Matysek verbleiben im Ortsbeirat Niemerlang; das Gremium ist nach wie vor arbeitsfähig. Beide nahmen wie Winter im Jahre 2003 ihre Arbeit in dem Gremium auf. Nun müssen sie untereinander klären, wer auf Winter folgt. 13 Jahre hatte Lothar Winter das Amt inne. Der 69-Jährige sagte: „Ich stehe hier mit allem alleine da und muss mir immer wieder anhören, dass vieles nicht funktioniert.“ Vor allem die Engpässe bei Personal und Finanzen kritisiert er. Trugen bei der Einwohnerfragestunde Bürger ihre Sorgen vor, musste er zuletzt immer öfter passen. „Jeder will, dass hier alles erledigt wird, aber die Stadt Wittstock hat keine Leute, die hier die gewünschten Arbeiten der Bürger ausführen“, so Winter. Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof in Wittstock funktionierte immer, betonte Winter. Der Ortsvorsteher räumte ein: „Ich bin ausgebrannt, und möchte meine Gesundheit schonen. Schließlich ist das Amt des Ortsvorstehers nur ein Ehrenamt.“

Winter: „Konnte das nicht mehr länger mit ansehen“

Seit Juli reifte sein Entschluss für diesen Schritt. Zuletzt stand nicht einmal mehr jemand dafür bereit, das Gemeindezentrum im Gutshaus Tetschendorf in Schuss zu halten und zu reinigen. „Meine Frau unterstützte mich deshalb dabei, aber jetzt konnte ich das nicht länger mit ansehen, es ist einfach zu viel“, so Winter.

Zieht Winter Bilanz, sagt er: „Wir haben viel geschaffen, etwa die Straßensanierungen in Niemerlang und Tetschendorf sowie die Verbindungsstraße zwischen den beiden Dörfern.“ Er ist stolz, dass das Gutshaus in Tetschendorf bislang erhalten bleiben konnte. „Da habe ich meine ganze Kraft rein gesteckt, und die Stadt Wittstock als Eigentümer investiert immer wieder.“ Bis zum letzten Jahr stand regelmäßig eine Person bereit, die die Pflege der Grünanlagen in dem Ortsteil übernahm. Trotz seines Rücktritts ist sich Lothar Winter sicher: „Die Probleme, vor denen wir hier stehen, bleiben wegen der finanziellen Engpässe.“

Von Christamaria Ruch

Die Interkulturellen Wochen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin nähern sich dem Ende. Am Freitagnachmittag feiert Esta Ruppin mit den Bürgern auf dem Neuen Markt das „Fest der Toleranz“. Im Vorfeld haben Kinder auf dem Bauspielplatz ihre eigenen „Herbstkreationen“ entworfen, Taschen sollen am Freitag mit Laubmotiven bedruckt werden.

01.10.2016

Der 7. Alzheimer-Aktionstag des Verbandsbereichs Prignitz-Ruppin der Volkssolidarität zog am Mittwochnachmittag viele Gäste ins Wittstocker Rathaus. Einrichtungen stellten sich vor, und Schüler der Polthier-Oberschule näherten sich diesem Thema mit einer Aufführung.

01.10.2016

Am Wochenende 8. und 9. Oktober ist im Wittstocker Dosse-Park die erste Ausstellung zu sehen: Etablierte, internationale Künstler zeigen Installationen, Gemälde, Skulpturen, Klangprojekte und Fotografien. Der Dosse-Park will wichtigster Ausstellungsort zwischen Hamburg und Berlin werden.

01.10.2016
Anzeige