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Ortsvorsteher eint das Dorf

Papenbruch Ortsvorsteher eint das Dorf

Marcel Wildebrandt übernahm vor zwei Jahren das Amt des Ortsvorstehers in Papenbruch. Sein Elan ist ansteckend, denn 60 Einwohner packten letztes Jahr beim Bau vom Spiel- und Grillplatz an. Mit dieser und anderen Ideen gelang es dem 39-Jährigen, das Dorf zusammen zu bringen. Doch die nächste Baustelle ist bereits in Sicht.

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Im Mai 2015 jubelten die Papenbrucher über den Gewinn von 20 000 Euro für den Spielplatzneubau.

Quelle: Christamaria Ruch

Papenbruch. „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so gut vorwärtsgeht“, sagt Marcel Wildebrandt. Er ist seit zwei Jahren Ortsvorsteher in Papenbruch. In dieser kurzen Zeit hat der 39-Jährige einiges bewegt und die Einwohner zusammengeführt.

Wildebrandts Motivation für sein Ehrenamt als Ortsvorsteher umreißt er knapp und klar: „Ich möchte Papenbruch mit Elan vorwärtsbringen und dabei keinen Stillstand haben.“ Der selbstständige Dienstleister lässt dafür auch mal seine berufliche Arbeit liegen. Mit diesem Anspruch schickte er im Frühjahr letzten Jahres das Dorf in ein fast aussichtsloses Rennen. Am Ende belegte Papenbruch den zweiten Platz bei einer Lidl-Aktion (die MAZ berichtete mehrfach). Das Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro floss in die Neugestaltung des Dorfplatzes.

„Als wir das Geld erhalten haben und uns an die Arbeit machten, hat das das ganze Dorf mobilisiert“, so Marcel Wilde­brandt. Unzählige Arbeitsstunden investierten die Frauen und Männer. „In der intensiven Bauphase für den Spielplatz haben sich 60 Leute aus Papenbruch eingebracht“, so Wildebrandt. Diese Aktion und die damit verbundene Arbeit hat „Papenbruch wieder geeint“, sagt er. Als Nebeneffekt aus dieser Bauzeit zählt er den eigenen Nachrichtendienst für das Dorf. 68 Einwohner sind in einer Gruppe bei einem sozialen Netzwerk angemeldet und kommunizieren regelmäßig miteinander.

Das nächste Projekt im Visier

Das nächste Projekt im Visier: Ortsvorsteher Marcel Wildebrandt sieht dem Gehwegneubau entgegen.

Quelle: Christamaria Ruch

Auch bei den Veranstaltungen im Dorf ist ein Wandel zu beobachten. Gab es vor Wilde­brandts Amtsantritt beispielsweise eine Weihnachtsfeier für die Senioren, kommen nun alle Einwohner bei der Dorfweihnachtsfeier im Gasthaus Texter zusammen. „Für die jungen Leute gab es damals keine Feier, aber wir wollten ausprobieren, ob wir alle Altersgruppen zusammenbringen können“, sagt der Ortsvorsteher. Bereits 2014 landete er damit einen Erfolg: „Alle haben sich gefreut, beisammen zu sein.“ Im Rahmen dieser Feier wurden und werden nun auch Dorfgeschichten als Bildervortrag erzählt, die Einwohner Arno Beck vor vier Jahren im Rahmen einer Erhebung zusammentrug. „Der Zusammenhalt im Dorf ist nachhaltig gestärkt“, lobt Gastwirt Andreas Texter.

Doch mit dem Gehwegneubau wartet die nächste Baustelle. Dieses Thema stand schon seit 2009 wiederholt auf der Tagesordnung beim Ortsbeirat. „Bei diesem Projekt gibt es einen langen Planungsprozess“, sagt Andrea Asse, Bauamtsleiterin der Gemeinde Heiligengrabe, auf MAZ-Nachfrage. Die Einwohner Papenbruchs erhielten im Laufe der bisherigen Planungen das Mitwirkungsrecht. Einen ersten Entwurf lehnte der Landesbetrieb Straßenwesen ab. Dann folgte der zweite Entwurf in Abstimmung mit dem Landesbetrieb. Mit Hilfe von Leader-Mitteln soll das Projekt langfristig umgesetzt werden. „Voraussichtlich 2018 können wir den Gehwegneubau planen“, so Bauamtsleiterin Asse.

Von Christamaria Ruch

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