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Ostprignitz-Ruppin Ortsvorsteher hat das Wohl des Dorfes fest im Blick
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ortsvorsteher hat das Wohl des Dorfes fest im Blick
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18:09 07.09.2016
Adrian Krüger ist seit 2003 Stadtverordneter in Kyritz und seit 2008 Ortsvorsteher in Kötzlin. Quelle: André Reichel
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Kötzlin

Adrian Krüger (parteilos) ist seit 2008 Ortsvorsteher im Ostprignitz-Dorf Kötzlin. Für die Sorgen der Dorfbewohner hat er immer ein offenes Ohr. „Wenn eine Dorfgemeinschaft gut funktionieren soll, ist die Meinung und die Tat jedes einzelnen von uns gefragt“, sagt Adrian Krüger. Bescheiden reicht der 42-jährige deshalb auch stets die an ihn als Ortsvorsteher gerichtete lobende Anerkennung für Erreichtes zu gleichen Teilen an all jene weiter, die sich mit ihm gemeinsam für das Wohl des Dorfes einsetzen.

Mit Freude macht Adrian Krüger deutlich, dass es im Dorf noch ein ziemlich gut funktionierendes Vereinsleben gibt. Der Bürgerverein beispielsweise organisiert die sommerlichen Dorffeste und – nicht zu vergessen – die Drachenfeste im Herbst. Radtouren und Wanderungen in die Umgebung gehören ebenfalls dazu. Außerdem gibt es noch den Verein zur Förderung der dörflichen Gemeinschaft, in dem die Kegelgruppe des Dorfes angesiedelt ist. Sogar die Betreuung der jungen Kötzliner im dorfeigenen Jugendraum durch den Sozialarbeiter Michael Herbst von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend ist gewährleistet. Mit derzeit noch sechs aktiven Mitgliedern ist der Standort der Kötzliner Feuerwehr ebenfalls gesichert – vorerst zumindest. „Ein Problem ist allerdings die Altersstruktur“, sagt Adrian Krüger. Als ein großes Plus betrachtet der Ortsvorsteher die Nachbarschaft Kötzlins zu Breddin. Dort gibt es einen Bahnanschluss, einen Bäcker, einen Laden für Waren des täglichen Bedarfs, eine Arztpraxis und nicht zu vergessen, eine Kita und eine Grundschule. „Für Zuzügler sind das keine schlechten Argumente, herzukommen. Leerstand haben wir jedenfalls kaum im Dorf“, sagt Adrian Krüger. Der 42-jährige lebt seit 1999 in Kötzlin und fühlt sich dort sichtlich wohl. Zuvor wohnte er mit seiner aus Kötzlin stammenden Frau in Pritzwalk. „Als unser erstes Kind zur Welt kam, wurde es uns in der Plattenbauwohnung zu eng, und wir bauten in Kötzlin ein Haus“, sagt Adrian Krüger.

Als 2002 der Windpark Kötzlin-Barenthin errichtet wurde, stand schon bald dessen Erweiterung im Raum. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, in der auch Adrian Krüger Mitglied ist. Zentrales Ziel war, dass die Gemeinde einen Bebauungsplan erstellt, der die Erweiterung regelt und die Kommune dabei mitredet. Die Bürgerinitiative wollte schon bald nicht länger nur eine außerparlamentarische Opposition sein. Also rief man zur Kommunalwahl 2003 eine Wählergruppe ins Leben. Adrian Krüger kandidierte und wurde in den Ortsbeirat gewählt. „Für mich war das alles Neuland“, sagt er. Außerdem wollten die Kötzliner jemanden in die Stadtverordnetenversammlung bringen, der dort ihre Interessen vertritt. Adrian Krüger wurde dafür ausgesucht, entschied sich als parteiloser auf der Liste der Linken zu kandidieren und wurde gewählt. Seither ist er im Stadtparlament.

Bei der nächsten Kommunalwahl 2008 trat der einstige Kötzliner Ortsvorsteher nicht mehr an. Von den vier angetretenen Kandidaten bekam Krüger die meisten Stimmen und der neue Ortsbeirat wählte ihn zum Ortsvorsteher.

Von André Reichel

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