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Ostprignitz-Ruppin Osterklänge im Schneegestöber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Osterklänge im Schneegestöber
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00:20 04.04.2018
Sabina Matthus-Bébié, Yuki Inagawa, Kirstin Maria Pientka Quelle: Foto: Buddeke
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Netzeband

Ostern hatte man sich eigentlich gemütlicher vorgestellt. Die Temnitzkirche in Netzeband wurde bereits am Freitag für das kommende Osterkonzert mollig vorgeheizt – bis in der Nacht zum Samstag die Heizung ausfiel. Einen Monteur zu beschaffen, war angesichts der Feiertage schlichtweg unmöglich, erklärt Klarinettistin Sabina Matthus-Bébié den rund 80 Zuhörern, die zum Konzert gekommen sind und sich in Mantel und Hut in flauschige Decken wickeln, die es vorsorglich am Eingang gibt.

Auch heißer Tee ist reichlich da. Matthus-Bébié selbst und ihre beiden Musikerkollegen, Bratschistin Kirstin Maria Pientka und Yuki Inagawa am Piano, haben dicke Jacken überm Konzertkleid an und haben ein Elektroöfchen zur Seite, damit die Finger beweglich sind.

Die Musik – so wird vorab versprochen – wird versuchen, das Herz soweit zu wärmen, dass die ungemütlichen Raumtemperaturen in den Hintergrund rücken.

Das Osterkonzert ist eine schöne Tradition in Netzeband

Mit Mozart beginnt das Konzert, das mittlerweile feste Tradition in Netzeband ist. Das sogenannte Kegelstatt-Trio ist, so wird erzählt, das erste Stück Mozarts, dass dieser für diese Besetzung schrieb: Piano, Bratsche und Klarinette. Mozart schöpfte hier aus den geselligen Hausmusiknachmittagen im Hause der Geschwister Gottfried, bei denen auch der Soloklarinettist der kaiserlichen Hofkapelle, Anton Stadler, und Mozart mit der Bratsche teilnahmen. Aus diesem ungezwungenen Beisammensein ist die ungewöhnliche Instrumentation des Es-Dur-Trios erwachsen, die sich als Glücksfall in der Kammermusik erwies und die schnell Nachahmer fand.

Etwa Gordon Jacob – ein Komponist des 20 Jahrhunderts. „Keine Angst – es ist tonal“, zerstreut die Klarinettistin schnell alle Bedenken hinsichtlich zeitgenössischer Musik. Süß tröpfelt das Piano im Adagio, die Viola stimmt in den Moll-Tenor ein – einzig die Klarinette schwingt sich mit betörender Direktheit und sehr bestimmt in den Äther. Anders im Menuetto – da wird die Bratsche richtig frech – angestachelt von der Klarinette, die oftmals höher singt als das Streichinstrument. „Das wäre bei eine Violine anders“, erklärt Sabina Matthus-Bébié in der Pause und verrät, sehr gerne in dieser Besetzung zu spielen. Die beiden großartigen Musiker kennt sie bereits aus früherer Zusammenarbeit.

Nach der Pause bricht sich nicht nur ein Stück von Jean Francaix sondern auch der Winter vollends Bahn, durchs Fenster kann man entfesseltes Schneetreiben beobachten. Da passen Robert Schumanns „Märchenerzählungen“ ganz gut. „Sie können ja gern an die Schneekönigin denken“, schmunzelt Matthus-Bébié.

Von Regine Buddeke

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