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Ostprignitz-Ruppin Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr abgesagt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr abgesagt
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00:24 19.04.2019
In Fehrbellin wird es dieses Jahr wegen der Waldbrandgefahr kein Osterfeuer geben. Auch in anderen Gemeinden fallen Großfeuer aus. Quelle: Peter Lenz
Neuruppin

Wegen der hohen Waldbrandgefahr hat die Gemeinde Fehrbellin alle Osterfeuer abgesagt. Auch die Neuruppiner werden wohl auf Osterfeuer verzichten müssen. „Angesichts der derzeit in Ostprignitz-Ruppin vorherrschenden Waldbrandgefahrenstufe und der Wetterprognose sieht es leider so aus, als müssten die Osterfeuer ausfallen“, erklärt Michaela Ott, die Sprecherin der Stadt.

Bei Gefahrenstufen von vier oder fünf würden erteilte Genehmigungen automatisch verfallen. Entscheidend sei aber nach wie vor, wie die hoch die Waldbrandgefahr am Veranstaltungstag selbst sei.

In der Prignitz dürfen ebenfalls keine größeren Feuer stattfinden. Denn mit den Temperaturen ist auch die Brandgefahr stark gestiegen: Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gilt mittlerweile Gefahrenstufe vier von fünf, Regen ist nicht in Sicht. Auch in anderen Gemeinden könnten die größeren Osterfeuer unter den derzeitigen Bedingungen nicht stattfinden.

Keine großen Feuer bei Wind und Waldbrandgefahr

Zum Beispiel in Kyritz: „Ich habe heute schon alle angemeldeten Osterfeuer abtelefoniert“, sagt André Eichhorn, der in Kyritz für den Brand- und Katstrophenschutz verantwortlich ist. In den Genehmigungen für die Osterfeuer sei eindeutig festgelegt, dass größere Feuer bei stärkerem Wind und hoher Waldbrandgefahr nicht veranstaltet werden dürfen.

Diese Auflagen müssen eingehalten werden, sagt André Eichhorn. Wenn jemand unerlaubt ein Großfeuer veranstaltet, gelte das als Ordnungswidrigkeit. „In Kyritz können auch keine weiteren Osterfeuer mehr angemeldet werden“, sagt er. Es sei unwahrscheinlich, dass sich die Bedingungen bis zum Wochenende bessern.

„Da ist auch die Eigenverantwortung der Veranstalter gefragt“, so Eichhorn. Er könne die Organisatoren nur darauf hinweisen, wo sie die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe ablesen können.

Im Wittstocker Raum fallen 21 Osterfeuer aus

In vielen Gemeinden ist die Feuerwehr selbst Veranstalter der Osterfeuer. Quelle: Angelina Tenschert

Für die Veranstalter in Wittstock gelten dieselben Auflagen, wie Stadtsprecher Jean Dibbert erklärt: Kein Osterfeuer bei Wind oder Waldbrandgefahr ab Stufe vier. „Das sollten die Veranstalter auch selber wissen, aber die Feuerwehr telefoniert vorsichtshalber noch mal alle ab“, so Jean Dibbert.

Insgesamt 21 Osterfeuer im Raum Wittstock müssen voraussichtlich ausfallen. „Das heißt ja auch nicht, dass man gar kein Feuer machen darf, nur eben kein episches Feuer“, so Dibbert. Kleine Feuer auf einer Fläche von einem Quadratmeter seien auch bei Waldbrandgefahr erlaubt.

Rheinsberg: Veranstalter sind verantwortlich

In Rheinsberg steht im Moment noch gar nicht zur Debatte, ob die Osterfeuer gestrichen werden. Das Ordnungsamt will aber die Lage beobachten, sagt der Amtsleiter Daniel Hauke. Aus seiner Sicht steht aber nicht die Kommune an erster Stelle in der Pflicht, sich für oder gegen die Feuerfeste zu entscheiden.

„Am Ende stehen die Veranstalter in der Verantwortung“, sagt Daniel Hauke. Das stehe auch schwarz auf weiß in den Auflagen, die die Veranstalter von der Stadt samt der Erlaubnis für die Osterfeuer bekommen.

In Lindow bleibt alles wie geplant

„Bei uns finden die Osterfeuer unter der Verantwortung der Feuerwehren statt“, sagt Danilo Lieske, der Amtsdirektor von Lindow. Die meisten Feuer seien außerdem zwischen dicht besiedelten Bereichen geplant und stellten daher keine Gefahr dar. Etwa in Herzberg, wo das Osterfeuer auf dem Festplatz stattfinden soll, oder in Lindow, wo ein Feuer auf dem Sportplatz entzündet wird.

„Wir hatten da noch nie Probleme“, sagt Danilo Lieske. Deswegen habe er auch in diesem Jahr keine großen Bedenken wegen der Waldbrandgefahr.

Neuruppin: Flugplatz-Party steigt auch ohne Feuer

Der Neuruppiner Veranstalter Christian Juhre ist auf alles gefasst. Für Sonnabend hat er auf dem Flugplatzgelände an seinem Party-Hangar ein Osterfeuer organisiert, bei dem ein fünf Meter hohes Holz-Osterei entzündet werden soll. „Solange wir keine Absage bekommen, bleibt alles wie geplant“, sagt Christian Juhre. Sollte es ein Feuerverbot geben, werde er sich natürlich daran halten.

Das fünf Meter hohe Holz-Osterei am Flugplatz in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel

Selbst ohne Feuer wird die Party auf dem Flugplatz stattfinden: „Die Leute sollen trotzdem tanzen und feiern“, sagt der Veranstalter. „Wenn das Ei nicht brennt, dann strahlen wir es eben spektakulär an.“

Von Hannah Rüdiger

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