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Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin verliert weniger Einwohner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin verliert weniger Einwohner
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00:35 26.07.2015
Landrat Ralf Reinhardt. Quelle: Claudia Bihler
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Neuruppin

In der Debatte über die geplante Kreisgebietsreform schöpft Landrat Ralf Reinhardt (SPD) neue Hoffnung. Grund ist eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Bevölkerungsentwicklung. Demnach würden in der Region Prignitz-Ruppin im Jahr 2030 gut 156 000 Menschen leben. Das sind nicht allein 12 000 mehr als bisher angenommen. Vielmehr wäre damit auch ein Kriterium erfüllt, das das Innenministerium für die Reform vorgelegt hat. Es sieht für die neuen Gebilde nämlich mindestens 150 000 Einwohner vor, im Regelfall sogar 175 000 Menschen. Nur bei diesen Größenordnungen seien Verwaltungen wirtschaftlich, heißt es in den Papieren zur Gebietsreform.

Schon diese These ist umstritten, weil bisher gar nicht klar ist, welche Aufgaben die Kreisverwaltungen künftig zusätzlich vom Land übernehmen sollen. Das soll erst in den nächsten Monaten ausdiskutiert werden.

Zensus-Erhebung und Zuwanderung wurden berücksichtigt

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung sagt zu einer bestimmten Größe für Verwaltungen nichts aus. „Wir haben im Vergleich zu früheren Berechnungen aber bestimmte Faktoren bei der Bevölkerungsentwicklung verändert“, sagt Petra Klug. So seien sowohl die Daten aus der Zensus-Erhebung aus dem Jahr 2011 berücksichtigt worden als auch die steigende Zuwanderung aus dem Ausland. Von der Zuwanderung seien „zwar in erster Linie die Städte betroffen“, so Klug. Aber weil der Wohnraum in den Städten knapp ist, müssen auch ländliche Regionen immer mehr Flüchtlinge aufnehmen. Allein Ostprignitz-Ruppin soll bis Jahresende 639 Asylbewerber unterbringen, das sind mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr (die MAZ berichtete). Allerdings ist unsicher, wie viele Flüchtlinge tatsächlich ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten und tatsächlich auch in der Region bleiben wollen.

Künftiger Verwaltungssitz ist nach wie vor umstritten

Kontrovers diskutiert wird weiterhin die Frage des Kreissitzes bei einer Fusion von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin: Soll die Verwaltung dann in Perleberg (Prignitz), in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) oder an einem ganz neuen Standort konzentriert werden? Der Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt: eine Kreisverwaltung an zwei Standorten. Der Hauptsitz befindet sich seit 2011 in Parchim, die Stadt hat gut 17 000 Einwohner, der andere Standort ist Ludwigslust (12 000 Einwohner). Trotz dieser Aufteilung müssen die Einwohner in dem gut 4700 Quadratkilometer großen Landkreis keine längeren Wege auf sich nehmen, sagt eine Sprecherin.

Dazu trägt demnach neben dem Onlineangebot der Verwaltung und den insgesamt zehn Bürgerbüros in den Ämtern und Städten auch die einheitliche Behördennummer 115 bei. Unter dieser beantwortet täglich von 8 bis 18 Uhr ein sogenannter Fachdienst Bürgerservice Anfragen oder vermittelt zum gewünschten Gesprächspartner. Diesen Service, der gerade bundesweit aufgebaut wird, bietet der Landkreis Ludwigslust-Parchim bereits seit gut einem Jahr an. Ostprignitz-Ruppin ist noch nicht an die bundeseinheitliche Behördennummer angeschlossen. Landrat Reinhardt findet das Modell einer geteilten Kreisstadt an zwei Standorten jedoch „vorstellbar“.

Von Andreas Vogel

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