Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Papierfabrik-Konzert als Gemeinschaftswerk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Papierfabrik-Konzert als Gemeinschaftswerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 05.08.2016
Mit großen Plakaten wird an der Bundesstraße 102 in Hohenofen für die Rettung der Papierfabrik geworben. Quelle: Matthias Anke
Anzeige
Hohenofen

In wenigen Wochen wird Hohenofen bundesweite Aufmerksamkeit zuteil. Der Deutschlandfunk sendet am 24. Oktober ab 21.05 Uhr im „Musik-Panorama“ einen Konzertmitschnitt zusammen mit einem Radiobeitrag über die marode, zu rettende Hohenofener Papierfabrik. Aufgezeichnet wird das Konzert schon in wenigen Tagen – und zwar auf dem Gelände dieses bundesweit einzigartigen, jedoch größtenteils noch völlig maroden Industriedenkmals an der Dosse. Am Sonntag, 7.  August, spielen dort ab 16 Uhr Akkordeonvirtuose Vincent Peirani und Saxofonist Emile Parisien. Beide gelten längst als Stars in der jungen französischen Jazz-Szene.

„Es gibt viele helfende Hände, die uns bei der Vorbereitung unterstützen“, sagt Ute Fürstenberg, die Vorsitzende des Vereins Patent-Papierfabrik. Dieser hat gut 15 Mitglieder, von denen ein Teil als aktiv gilt. Alleine könne der Verein ein solches Ereignis jedoch kaum bewerkstelligen. So aber liefere etwa das Amt Neustadt mit Hilfe der Lkw-Fahrschule aus Sieversdorf in den nächsten Tagen 300 Stühle. Im Vorverkauf sind laut Ute Fürstenberg bislang schon rund 80 Karten weggegangen. Und auch um eine Bühne kümmern sich die Hohenofener.

Der gesamte Konzerterlös bleibt in Hohenofen

Um die Technik und die Künstlerbezahlung indes müssen sie sich nicht sorgen. Das übernehmen die Verantwortlichen vom Deutschlandfunk. Denn das hochkarätige Konzert gehört zur Reihe „Grundton D“. Mit dieser engagiert sich der Radiosender in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 25 Jahren schon für Baudenkmale in Not.

Akkordeonvirtuose Vincent Peirani (r,) und Saxofonist Emile Parisien. Quelle: Veranstalter

In Hohenofen stehen die Dächer des Dampfmaschinenhauses sowie des Papiermaschinengebäudes zur Sanierung an – für einen sechsstelligen Betrag. Doch dank eines Spendenaufrufs über die 2015er August-Ausgabe des Stiftungs-Magazins „Monumente“ genoss Hohenofen schon einmal bundesweite Aufmerksamkeit. Der Eigenanteil wuchs daraufhin an, sodass nun mehr denn je Hoffnung in öffentliches Fördergeld gesetzt wird.

Und der Konzert-Erlös verbleibt ebenso in Hohenofen. „Deshalb ist das ja eine so schöne Kooperation mit dem Deutschlandfunk“, sagt Stiftungssprecherin Ursula Schirmer. Laut ihr sei die Papierfabrik vom Radio ausgewählt worden, nachdem die Stiftung eine Reihe von Vorschlägen eingereicht hatte.

Wurden einst nur die fünf ostdeutschen Bundesländer für „Grundton D“ bedacht und war damit Brandenburg recht oft an der Reihe, sind nunmehr alle Länder in der Auswahl. „Die Teilnahme aller ostdeutschen Länder ist aber immer gesetzt“, erklärt Ursula Schirmer. Bei der Auswahl der Konzertorte zähle zudem neben dem Charme des zu rettenden Denkmals aber immer auch eine gewisse Bespielbarkeit. Technische Bedingungen gilt es zu erfüllen, und der Ort sollte „schon irgendwie gut erreichbar“ sein. „Der Aufwand soll sich ja auch lohnen“, sagt die Stiftungsprecherin.

Eintritt: Karten zum Preis von 25 Euro sind im Vorverkauf per E-Mail unter kontor@papierfabrik-hohenofen.de erhältlich. Weitere Infos und Karten gibt es auch unter www.papierfabrik-hohenofen.de/konzert.html.

Von Matthias Anke

Die Sommerferienzeit ist auch die Hochsaison für den Märchenwald in Kyritz. Diese Anlage, die jetzt einen bemerkenswerten neuen Bewohner als Attraktion hat, steht zwischen Mai und Oktober jedem jederzeit offen. Das hat allerdings auch seinen Nachteil.

05.08.2016

Die knapp 5000 Erdgaskunden der Neuruppiner Stadtwerke dürfen sich freuen: Sie müssen ab Oktober für ihre Gasrechnung nicht mehr so tief in die Tasche greifen, der Erdgaspreis sinkt um etwa fünf Prozent. Zum Januar soll zudem ebenfalls der Preis für die mehr als 20 000 Fernwärmekunden der Stadtwerke fallen. Wie tief, das ist noch unklar.

04.08.2016

Unter welchen Bedingungen und zu welchen Preisen sollen künftig Lebensmittel in Deutschland produziert werden? Zu dieser Frage fordert die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Linke) aus Tornow bei Kyritz eine intensive Debatte. Denn mit den derzeitigen Preisen könnten zumindest die Milchbauern nicht lange überleben, sagt die Politikerin und Tierärztin.

04.08.2016
Anzeige