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Pappeln für Indien

Wittstock Pappeln für Indien

In Wittstock gerodete Pappeln werden nach Indien verkauft. Dabei handelt es sich um Stämme von Bäumen, die weichen mussten, weil der Dosseverlauf demnächst umverlegt wird.

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Das Holz ist bei Pappelrodungen auf dem Bleichwall in Wittstock zusammengekommen.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Eben noch in Wittstock, bald schon vielleicht ein Möbelstück oder Verpackungsmaterial in Indien: Holz aus der Dossestadt geht demnächst auf Weltreise. Ein Teil der Pappeln, die kürzlich hinterm Bleichwall gerodet wurden, weil sie dort der Umverlegung der Dosse im Wege gestanden hätten, wird nach Indien verkauft.

Konkret gehe es dabei um 33 Festmeter Stammholz, bestätigt Wittstocks Revierförster Guido Bischoff. Dazu müsse das Holz noch auf eine bestimmte Länge geschnitten werden, damit es in Container passt, das dann nach Südasien verschifft wird.

Insgesamt seien 130 Festmeter Holz durch den Einschlag an beschriebener Stelle gewonnen worden. Der größte Teil davon – 91 Festmeter – seien für die Weiterverarbeitung in der Firma Swiss-Krono bei Heiligengrabe bestimmt. Die restlichen sechs Festmeter seien Palettenholz. Wie viel Geld der Verkauf des natürlichen Rohstoffes einbringt, darauf will Guido Bischoff nicht näher eingehen. Pappelholz sei in Asien aber mitunter begehrt, weil es preiswert ist. Die Stadt hingegen sei froh darüber, dass sie das vergleichsweise schnell wachsende Holz vermarkten kann. Denn längst nicht jeder Abnehmer interessiere sich dafür. Die Abfrage von Kundenkontakten in Asien habe in diesem Fall jedoch zum Erfolg geführt, berichtet Guido Bischoff.

Zusätzliches Pappelholz aus dem Stadtwald

Um auf die vom Kunden gewünschte Gesamtmenge zu kommen, sei zusätzliches Pappelholz aus dem Wittstocker Stadtwald gerodet worden. Die dadurch frei gewordene Fläche solle mit wertvollerem Holz wie Erle, Eiche, Vogelkirsche oder Ulme wieder aufgeforstet werden.

Laut Guido Bischoff sei nicht zum ersten Mal Holz aus Wittstock nach Asien verschifft worden. Bereits Anfang der 2000er Jahre sei es einmal dazu gekommen – und zuletzt im Jahr 2006. Damals hieß das Ziel China.

Nachdem die Pappeln hinterm Bleichwall nun verkauft wurden, steht der Umverlegung der Dosse in ihr ursprüngliches Flussbett nichts mehr im Wege. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Spätsommer beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein, sagt dazu Gernot Elftmann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Dosse-Jäglitz.

 

Von Björn Wagener

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