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Partnerschaftsverein will Kids-Hotel

Lindow Partnerschaftsverein will Kids-Hotel

Der Partnerschaftsverein Lindow würde gern in einer Baracke am Kinderklub Lindow ein Kids-Hotel einrichten. Die nicht kommerzielle Unterkunft soll den vielen jungen Gästen, die durch den Partnerschaftsverein in die Stadt kommen, Quartier bieten. 180 000 Euro würde der Umbau des ehemaligen Bahnschuppens kosten.

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Die Baracke könnte zum Kids-Hotel werden.

Quelle: Foto: Peter Geisler

Lindow. Die roten Ziegel des neuen Daches glänzen in der Sonne. Ob darunter jedoch ein Kids-Hotel entstehen wird, ist offen. In den vergangenen Wochen hatten die Mitglieder des Lindower Partnerschaftsvereins das Dach ihres Klubhauses erneuert. „Eine reine Bestandssicherung“, sagt Vereinschef Dieter Eipel. Dachbalken seien teilweise verfault gewesen und hätten erneuert werden müssen.

Eigentlich möchte der Partnerschaftsverein ein „Kids-Hotel“ in einem Teil seines Klubhauses einrichten – ein nichtkommerzielles Angebot mit zwölf Schlafplätzen für die vielen jungen Gäste, die durch den Partnerschaftsverein nach Lindow kommen. Doch dieses Projekt könnte der Verein nur mit Fördergeld stemmen. Unklar ist allerdings, ob der Verein die erhoffte Hilfe auch bekommt.

Dieter Eipel hofft auf Geld aus Leader-Förderprogramm

180 000 Euro würde der Umbau des ehemaligen Güterschuppens an der Bahnhofstraße kosten. Eipel hofft auf EU-Geld aus dem so genannten Leader-Programm, eine Förderprogamm für die ländliche Entwicklung. Weitere Bundesmittel könnten dazukommen. Im Frühjahr, so hofft Eipel, könnte er „einen qualifizierten Antrag“ auf Fördergeld abgeben.

Die „Aktion Mensch“ unterstützt den Partnerschaftsverein bereits. 3000 Euro gab die Förderorganisation für die Gestaltung des Außengeländes. Eipel will das zur Landesstraße offene Areal mit einem Zaun sichern lassen. „Im September muss er fertig sein“, sagt der Vereinschef.

Im April hatten neun junge Männer aus der Flüchtlingsunterkunft in Klosterheide geholfen, das Areal aufzuräumen und einen alten Zaun abzureißen. Gerne würde Eipel Asylbewerbern ein langfristiges Angebot machen, bei dem Flüchtlinge mit kleinen Aufgaben betraut werden. „Es gibt eigentlich immer etwas zu tun – weitere Aufräumarbeiten etwa“, sagt Eipel.

Ein Angebot zur gegenseitigen Hilfe

Im Gegenzug könnten Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft alle Angebote des ebenfalls im Klubhaus untergebrachten Kinderklubs nutzen. „Es soll ein Angebot zur gegenseitigen Hilfe sein“, sagt Eipel, der auch dafür Fördergeld bräuchte. Er hofft auf Unterstützung durch den Lokalen Aktionsplan, einem Programm der Bundesfamilienministeriums, das Projekte für Toleranz und Demokratie unterstützt. Bei einer Vorstandssitzung heute Abend will er sich die Rückendeckung seiner Mitstreiter holen und das weitere Vorgehen besprechen.

Der Partnerschaftsverein bringt seiner jugendlichen Gäste bislang meist im Sporthotel unter. In einem eigenen Kids-Hotel könnte ihre Unterbringung viel günstiger sein.

Von Frauke Herweg

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