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Neuruppiner Party-Streit landet vor Gericht

Nach Abschlussparty-Verbot im Hangar Neuruppiner Party-Streit landet vor Gericht

In Neuruppin droht der Streit um eine Party-Location zu eskalieren. Der Landkreis hat Zehntklässlern kürzlich eine Abschlussparty im Hangar verboten. Das will der Besitzer des Hangars nicht akzeptieren. Er will nun vor Gericht erreichen, dass die Schüler trotzdem feiern dürfen. Kreis und der Stadt weisen unterdessen die Verantwortung für die Party-Absage von sich.

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Beim Aequinox-Festival drängten rund 200 Leute in den Hangar, um der Schauspielerin Fritzi Haberlandt und der Lautten Compagney zu lauschen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Der Streit um die Nutzung des Hangars 312 auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz landet wohl vor Gericht: Frank Hartmann, der Besitzer des Hangars, will durch eine Eilentscheidung erreichen, dass die Zehntklässler aus Fehrbellin ihre seit Langem geplante Übergabe der Abschlusszeugnisse am 11. Juli in dem einstigen Unterstand für russische Jagdflugzeuge abhalten können. „Das ist doch eine private Veranstaltung“, sagte Hartmann am Donnerstag.

Verwunderung über Verbot der Party

Zugleich wunderte sich der 57-jährige Handwerker, dass die Stadt Neuruppin aus Sorge vor möglichen Lärmbelästigungen seinem ersten Bauantrag das Einverständnis verweigert hat. „Die Stadt kann mir doch vorschreiben, an welcher Stelle wie viel Dezibel maximal ankommen sollen.“ Er habe sich extra ein Prüfgerät gekauft, um bei Veranstaltungen im und vor dem Hangar solchen Anforderungen gerecht zu worden und gegen keine Auflagen zu verstoßen.

Stadt weist Schuldvorwürfe zurück

Indes betonte Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn am Donnerstag, dass die Fontanestadt „zu keinem Zeitpunkt zu einem Bauantrag“ von Hartmann „eine negative gemeindliche Stellungnahme abgegeben“ habe. Für „eine umfassende Beurteilung“ des erwarteten Lärms durch Veranstaltungen seien lediglich „Nachweise zur Einhaltung von Schallemissionsobergrenzen abgefordert“ worden, so Krohn. Das hatte sich am Mittwoch ganz anders angehört. Da hatte Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) erklärt, dass der Landkreis dem Antrag von Hartmann, den Hangar für vorerst fünf Jahre als Veranstaltungsort für Musikveranstaltungen zu nutzen, durchaus zugestimmt hätte – allein das Einverständnis der Stadt Neuruppin habe gefehlt.

Auch ein Bauantrag des Hangar-Besitzers wird geprüft

Frank Hartmann helfen die Beteuerungen, dass weder der Landkreis noch die Fontanestadt Schuld am Party-Verbot in seinem Hangar sein wollen, nicht. Deshalb will er sich nun mit seinem Anwalt ans Gericht wenden. Parallel dazu prüfen derzeit die Ämter der Kreisverwaltung sowie die Stadt Neuruppin den neuen Bauantrag von Hartmann für den Hangar. Jetzt geht es sogar um eine unbefristete Nutzungsänderung als Veranstaltungsort. Wann die Behörden über diesen Antrag entscheiden werden, ist offen. Vize-Landrat Nüse hatte jedoch am Mittwoch betont, dass dies keinesfalls bis 11. Juli möglich sei. Deshalb sollten sich die Fehrbelliner Zehntklässler einen anderen Ort für ihre Zeugnisübergabe suchen.

Von Andreas Vogel

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