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Ostprignitz-Ruppin Passionierter Jäger
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00:17 14.08.2016
Bernd Voigt in seinem Jagdrevier in Manker. Quelle: Peter Geisler
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Manker

Sich Geweihe an die Wand zu hängen oder mit seinen Jagderfolgen hausieren zu gehen, das ist so gar nicht die Sache von Bernd Voigt. Der Mankeraner sieht sich nicht nur als der Jäger, „der Beute machen will“. „Ich will regulierend in die Natur eingreifen und Lebensräume schaffen.“ Dieses Anliegen einer großen Zahl von Jägern sollte seiner Meinung nach mehr in der Öffentlichkeit verbreitet werden: Um das Vorurteil des Jägers mit „fetter Beute und dicker Knarre“ zu widerlegen. Das Erlegen von Wild dient unter anderem dazu, dass Gleichgewicht unter den Wildtierarten zu erhalten, für einen gesunden Wildbestand im Revier zu sorgen und Wildschäden zu begrenzen.

Stressfrei Jagen

Belegen kann Voigt es nicht. Aber „mein Gefühl sagt mir, dass es ein Chaos gebe, wenn man ein Jahr lang nicht jagen würde“. Krankheiten würden sich beispielsweise ausbreiten. Vor kurzem erst hat Bernd Voigt zwei Füchse geschossen, die Räude hatten. Auch beim Reh könne man erkennen, wenn es krank sei, so der Mankeraner.

Der 58-Jährige ist seit 1993 Jäger. Für ihn bedeutet das Hobby Entspannung in freier Natur. Und es ist sein Ziel, Tiere stressfrei zu schießen. „Ich bin kein Freund tagelanger Gesellschaftsjagden.“ Da stehe das Wild unter völliger Anspannung und schütte viel Adrenalin aus. Voigt bevorzugt es, abends auf die Pirsch zu gehen und das Wild friedlich auf der Lichtung stehen zu sehen. Das dann erlegte Tier hat kein Stresshormon ausgeschüttet und liefert deshalb beste Fleischqualität.

Hat der Schuss getroffen, und das Tier ist tot, beginnt die Arbeit. Bernd Voigt bricht das Wild auf, guckt sich die Innereien an, ob sie in tadellosem Zustand sind. Zu Hause kommt das Tier in den Kühlraum. Das Fleisch, das er und seine Familie nicht verbrauchen, verkauft er, mit staatlicher Genehmigung. Er hat ein Zertifikat vom Veterinäramt. Wildverkauf steht deutlich sichtbar auf einem Schild an der Dorfstraße von Manker.

Arbeiten und Leben in einem Ort

Klingelt ein Kunde an der Tür, kann Voigt das von seinem Arbeitsplatz aus sehen. Der gelernte Werkzeugmacher hat 1980 in der örtlichen LPG als Schlosser angefangen und später ein Landwirtschaftsstudium angeschlossen. Nach der Wende wurde die LPG in eine Agrar GmbH umgewandelt. „Ich weiß es sehr zu schätzen, in einem Ort arbeiten und leben zu können“, sagt Voigt. Und seinem Hobby nachgehen zu können. Denn auch sein Jagdrevier liegt sozusagen vor der Tür. Dort hat er im Herbst 2006 mit seiner Frau und der Hilfe einer Schulklasse vom Internationalen Bund (IB) Feldgehölzstreifen entlang eines Feldweges angelegt. „Wir mussten das Areal erst einmal mit der Motorsense freischneiden“ erinnert er sich. Jetzt dienen die Anpflanzungen Vögeln und anderen Tieren wie Hasen und Rebhühnern als Unterschlupf.

Rehwild gibt es laut Voigt immer in Manker, Wildschweine nur, wenn Raps und Mais stehen. Der Bestand an Hasen habe sich gut erholt, sagt Voigt. Auch Wildenten und Rebhühner schießt er. Bevorzugte Zeit für die Wildentenjagd ist ab Ende Oktober bis Dezember. „Dann sind die Vögel rund und drall.“

Jäger schützen die Natur

Wie sehr ihm und den anderen Jägern die Natur am Herzen liegt, zeigt sich an der alljährlichen Aufräumaktion im Frühjahr, die die 15 Jäger der Jägerschaft Manker in ihrem Revier durchführen. All den Müll, den Menschen dort in der freien Natur abladen, sammeln sie ein und entsorgen ihn ordnungsgemäß. Eine Maßnahme, die auch das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

Bernd Voigt geht meist allein auf den Ansitz. In diesem Jahr ist sein Hobby bisher etwas kurz gekommen. Das tut aber seiner Leidenschaft für die Jagd keinen Abbruch.

Von Dagmar Simons

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