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Personalnot auch in Kunower Feuerwehr Thema

Sorgen um den Brandschutz Personalnot auch in Kunower Feuerwehr Thema

Bei der Jahresdienstversammlung der Kunower Feuerwehr waren – wie vielerorts – die rückläufige Mitgliederzahl und schlechte Tagesbereitschaft Thema. Allem voran fehlte hin und wieder ein Fahrer fürs Löschfahrzeug. Einmal konnte 2015 trotz Alarm nicht ausgerückt werden. Von dem Notstand erfahrend, meldete sich jetzt kurzerhand ein Freiwilliger.

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Für das Kunower Einsatzfahrzeug gibt es jetzt dank eines engagierten Einwohners im Notfall einen weiteren Fahrer.

Quelle: Privat

Kunow. Wer Verbesserungen will, muss die Probleme regelmäßig benennen. Dass das helfen kann, zeigte sich kürzlich in Kunow bei der Jahresdienstversammlung der örtlichen Feuerwehr: Prägendes Thema war dort die rückläufige Mitgliederzahl und schlechte Tagesbereitschaft, wie sie viele Wehren in der Region mittlerweile schon seit Jahren beklagen. Allem voran fehlte hin und wieder ein Fahrer fürs Einsatzfahrzeug. Einmal konnte 2015 trotz Alarm deshalb nicht ausgerückt werden. Von diesem Notstand erfahrend, meldete sich kurzerhand Rainer Still. Er war als ­Mitglied im Kunower Ortsbeirat zur Versammlung gekommen und ging am Ende als fast schon aufgenommenes neuestes Mitglied der Feuerwehr.

„Ich bin ja fast immer vor Ort. Wenn der Melder Alarm schlägt, kann ich unverzüglich nach Kunow kommen, um das Einsatzfahrzeug zu steuern“, sagte er zur Freude auch des stellvertretenden Ortswehrführers Thomas Pettke: „Herr Still führt seit Anfang der 1990er Jahre als selbstständiger Unternehmer eine kleine Motorradwerkstatt im Gemeindeteil Krams. Sein Angebot, mit sofortiger Wirkung einzutreten, nahmen wir dankend an. Es wurde bereits der Gemeinde Gumtow als Träger des Brandschutzes mitgeteilt.“

Wie wichtig der Fahrer ist, wurde in Pettkes Jahresbericht 2015 klar. Den hielt er nach der Begrüßung durch Ortswehrführer Marko Pankow im Kunower Gemeindezentrum vor den Mitgliedern, aber auch weiteren Gästen. Unter ihnen weilten neben Still der Bürgermeister der Gemeinde Gumtow, Stefan Freimark, der Vorsitzende des Kunower Ortsbeirats, Peter Boas, und dessen Stellvertreter Frank Mandel sowie der Gumtower Vize-Gemeindebrandmeister Bodo Kujat und der Gemeindejugendwart Roberto Wichert.

Wegzug, Arbeit, Studium als Gründe für Personalmangel

Laut Bericht wurde die Feuerwehr Kunow 2015 zu 13 Einsätzen alarmiert, doch sieben davon wurden aus diversen Gründen von Fehlalarm bis hin zu Belanglosigkeiten abgebrochen. Diese Wehr zählt derzeit 27 aktive Mitglieder – fünf weniger als im Jahr zuvor. Zu Einsätzen können 19 Mitglieder fahren. Der Alters- und Ehrenabteilung gehören vier Mitglieder an. Die Jugendabteilung beschränkt sich auf jetzt nur noch drei Mitglieder. Um ihnen etwas anbieten zu können, wird im Jugendbereich seit 2013 mit der Ortsfeuerwehr Döllen kooperiert. Hinzu kommt ein Sponsor als passives Mitglied. Wegzug, Arbeit, Studium, seien die Gründe für den rückläufigen Trend auch in Kunow. Bei der Jugend seien es Desinteresse oder andere Vereinsaktivitäten wie Fußball, Theater, Musik.

Am Ende fehle wichtiges Personal. So stünden etwa keine Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Darüber hinaus sieht es mit der Einsatzbereitschaft wochentags zwischen 6 und 18 Uhr schlecht aus: „Es sind oft nur noch zwei bis drei Leute da, die rausfahren könnten.“ Und um überhaupt vom Fleck zu kommen, hilft nun eben auch Rainer Still. Kunows Wehr ist schließlich eine von fünf in der Gemeinde Gumtow mit einem Fahrzeug, das Wasser mit sich führt. Abgedeckt werden damit neben Kunow selbst auch Beckenthin und Krams sowie Schrepkow und Neu Schrepkow samt Groß Welle. Hinzu kommen Abschnitte der Bundesstraße 5 und Bundesstraße 107.

Würdigungen: Geehrt wurden Erhard Rensch für 50 Jahre in der ­Feuerwehr, Roland Szczech für 30 Jahre, Arne Schwarz und Ronny Heinatz für 20 Jahre sowie Sven Bönecker und Daniel Schmid für 10 Jahre im aktiven Dienst.

Von Matthias Anke

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