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Ostprignitz-Ruppin Peter Kaping sammelt fast alles
Lokales Ostprignitz-Ruppin Peter Kaping sammelt fast alles
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00:19 18.08.2017
Eine rund 150 Jahre alte diatonische Ziehharmonika ist das älteste Instrument in Peter Kapings Akkordeonsammlung. Quelle: Christian Bark
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Liebenthal

Bierdeckel, Briefmarken, Modelleisenbahnen – es gibt kaum etwas, was Peter Kaping nicht gesammelt hätte. Sein Haus in Liebenthal hat den Charme eines kleinen Museums, in jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Besonders stolz ist der passionierte Musiker auf seine Akkordeonsammlung. Das älteste Instrument bringt es auf mehr als 150 Jahre, das jüngste auf 30 und ist bis heute bei Karpings Auftritten mit dem Wittstocker Katjuscha-Chor in Gebrauch.

Einige Kameras, wie diese Reisekamera, sind schon über 100 Jahre alt. Quelle: Christian Bark

„An jedem Stück hängen Erinnerungen“, sagt der 76-Jährige. Das erste Instrument, ein Hohner Atlantic, hat er in den 1980er Jahren in Berlin erworben, wo Kaping lange Jahre gelebt und gearbeitet hatte. „Das war der Ursprung meiner Sammlung“, blickt er zurück. Seitdem ist diese auf rund 50 Instrumente erweitert worden. Bis 2010 hatte Kaping die Akkordeons gezielt auf Trödelmärkten gesucht, bis ihm die Preise zu teuer wurden.

Rausch ist irgendwann zu Ende

„Das Sammeln ist für mich wie ein Rausch, der aber irgendwann vorbei ist“, erklärt der Pensionär. Vorbei sind auch Kapings Auftritte mit Kumpel Didi als Akkordeonduo. Über seine Auftritte, auch in der Kirche, war dafür vor zehn Jahren die Begegnungsstätte des Kirchenkreises auf ihn aufmerksam geworden. Später formierte sich daraus der Wittstocker Katjuscha-Chor, den Kaping bis heute leitet.

Früher oft auf der Bühne: Peter Kaping (l.) und Kumpel Didi. Quelle: Christian Bark

Ein Regal weiter dürfte das Herz eines jeden Fotografen höherschlagen. Leica, Pouva und andere Kameraschmuckstücke, an die 40 Apparate, gehören zu Peter Kapings Sammlung. Darunter auch Apparate aus dem 19. Jahrhundert wie eine 130 Jahre alte Reisekamera aus Holz. Die hatte Peter Kaping in den 80ern bei einer Fotoausstellung am Berliner Nollendorfplatz gekauft. „Ich habe damit schon Fotos geschossen“, berichtet der 76-Jährige. Ebenso mit einer Reisekamera mit dem Aufdruck „Walter Talbot Berlin“. Die Aufnahmen würden noch über lichtempfindliche Platten zustandekommen. Fotograf war Kaping nämlich auch mal, wie er sagt. Für die Berliner Friseurinnung habe er unter anderem Models abgelichtet. Damit habe die Leidenschaft begonnen und mit der Suche nach der alten Zeiss Ikon, die seinem Onkel nach dem Zweiten Weltkrieg abhandengekommen war. „Ich habe dann eine auf dem Flohmarkt bekommen“, erinnert sich der Sammler.

Von seinem Onkel hatte Kaping auch eine Reihe an Schellackplatten, zumeist aus den 30er Jahren, erhalten. Darunter eine Originalplatte mit Glenn Millers Swingsong „In the Mood“. Hinzu kamen zahlreiche Vinylplatten aus der Sammlung seiner Mutter.

Viele der Schellackplatten stammen noch von Kapings Onkel. Quelle: Christian Bark

Aber auch die Schallplatten hört Peter Kaping kaum noch, wie er sagt. „Ich habe dafür nicht mehr die Ruhe wie seinerzeit als junger Mensch“, erklärt er. Und allzu ruhig wird es in Peter Kapings Leben ohnehin nicht. Neben seiner Familie, der Tätigkeit für den Chor und der Verantwortung für Haus und Hof fuchst er sich seit Jahren in die Welt des Internets und Computers hinein. „Das lässt sich auch mit alten Leidenschaften kombinieren“, sagt der Sammler. So sei er zum Beispiel begeistert von der Brillanz der Fotos, die sein Smartphone schießt.

Von Christian Bark

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