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Petitionsausschuss will Kreisel sehen

Neuruppin Petitionsausschuss will Kreisel sehen

Die Zweifel an den Plänen des Landes für den Umbau eines Kreiseverkehrs in Neuruppin bleiben. Jetzt will der Petitionsausschuss des Landtages sich vor Ort erklären lassen, warum das 1,2-Millionen-Euro-Projekt notwendig ist. Das Ausschuss könnte sogar dafür sorgen, dass die Sanierung auf Jahre verschoben wird.

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Der Petitionsausschuss des Landtages will sich den heißt diskutierten 70-Meter-Kreisel in Neuruppin vor Ort ansehen.

Quelle: Peter Geisler/Archiv

Potsdam/Neuruppin, Zweifel, ob die Fahrbahn jetzt überhaut saniert werden muss. Jetzt ist es offiziell: Der Petitionsausschuss des Landtages wird sich so schnell wie möglich bei eine Vor-Ort-Termin in Neuruppin mit dem Zustand des Kreisverkehrs an der Neustädter Straße beschäftigen. Ausschusschef Henryk Wichmann (CDU) hatte das Thema am Montag kurzfristig auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt. Einstimmig haben die Mitglieder hinter verschlossenen Türen für eine Beratung in Neuruppin gestimmt, bestätigte Wichmann jetzt.

Die Landtagsabgeordneten wollen sich in Neuruppin von Vertretern des Landesstaßenbetriebs und der Landesregierung erklären lassen, warum ein Umbau aus Sicht des Landes jetzt unbedingt erforderlich ist. Der Landesbetrieb soll eigentlich Ende August oder Anfang September beginnen, den jetzigen Kreisverkehr abzureißen und ihn von Grund an neu zu bauen. Statt bisher 70 Meter soll er danach nur noch einen Durchmesser von 40 Meter haben.

Das Land schätzt die Baukosten auf 1,2 Millionen Euro

Die geplante Verkleinerung sorgt in Neuruppin bei einigen Bürgern für Unverständnis. Allen voran macht Neuruppins einstiger Tiefbauamtsleiter Manfred Krell gegen die Pläne des Landes mobil. Er ist überzeugt, dass der Kreisel gar nicht neu gebaut werden muss, sondern eine Sanierung genügt. Auch eine Verkleinerung lehnt Krell als Geldverschwendung ab. Nach seiner Rechnung würde eine Sanierung der kompletten Asphaltschicht rund 400 000 Euro kosten.

Der Landesstraßenbetrieb widerspricht vehement. Eine Sanierung des Asphaltes würde nicht ausreichen, hatte Dezernatsleiter Frank Schmidt mehrfach erklärt. Nach einem Gutachten müsste auch der Unterbau erneuert werden. Laut der Fachleute des Landesbetriebs kostet das rund 1,2 Millionen Euro bei einem 40-Meter-Kreisel und mehrere Hunderttausend Euro zusätzlich, wenn der Kreisel so groß wie jetzt bleiben würde. Wegen Vorschriften des Bunde seien 70 Meter Durchmesser aber gar nicht mehr erlaubt.

 

Der Peittionsausschuss gibt es indes nicht nur Zweifel an der geplanten Verkleinerung. Henryk Wichmann zweifelt sogar, ob der Kreisel jetzt überhaupt saniert werden muss. Der CDU-Mann hatte sich die Straße vor Kurzem selbst angesehen und weder Risse in der Fahrbahn, noch Schlaglöcher oder Dellen entdecken können. Weshalb müssen dort mehr als eine Million Euro ausgegeben werden, während viel schlechtere Straße nicht repariert werden? Wichmann: „Das kann man den Bürger nicht vermitteln.“ Der Petitionsausschuss könnte die Landesregierung auffordern, die gesamte Sanierung um mehrere Jahre zu verschieben.

Von Reyk Grunow

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