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Pfalzheim: Wandergesellen bauen Hütte

Tourismus in der Kyritz-Ruppiner Heide Pfalzheim: Wandergesellen bauen Hütte

Bis zu 80 Wandergesellen wollen sich am Wochenende in Netzeband treffen. Als kleines Dankeschön für die Unterkunft bauen drei von ihnen derzeit an einer Schutzhütte am Pfalzheimer Waldrand. Die Schutzhütte ist für Ausflügler gedacht, die auf dem geplanten Wanderweg durch die Kyritz-Ruppiner Heide unterwegs sein wollen.

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Holz für die Hütte: Die Rolandsbrüder Philipp Schulz (r.) und Benjamin Schulte entrinden Douglasienstämme.

Quelle: Peter Geisler

Pfalzheim. Die Säge kreischt. Brett für Brett nehmen Benjamin Schulte und Philipp Schulz zugeschnittenes Douglasienholz entgegen. Bis zum Ende der Woche wollen die beiden Wandergesellen am Waldrand von Pfalzheim an einer Schutzhütte bauen. Ausflügler, die von dort in Richtung Sielmann-Hügel aufbrechen, sollen sich hier bei Wind und Regen unterstellen können. Pfeiler und Dach sollen am Freitag stehen. „Man wird auf jeden Fall was sehen“, sagt Schulte. Die restlichen Arbeiten müssen möglicherweise andere übernehmen.

Oblaski: Wir brauchen einfach die Logistik vor Ort

Mit dem Arbeitseinsatz an der Hütte wollen die beiden Rolandsbrüder eine kleine Gegenleistung erbringen. Am Wochenende hält der Rolandschacht, eine Vereinigung von Bauhandwerksgesellen, sein Maitreffen in Netzeband ab. Etwa 70 bis 80 Wandergesellen wollen in und an der Kirche feiern. Eigentlich hatten zunächst bis zu 30 Wandergesellen auf die Pfalzheimer Baustelle kommen wollen. Doch der Arbeitseinsatz an der anfangs größer geplanten Hütte war zu aufwändig – das Projekt wurde abgespeckt. Entstehen soll jetzt eine teilweise offene Hütte mit acht Außenpfeilern und einem Dach. Neben dieser Hütte wird einmal der Parkplatz entstehen, von dem Ausflügler zu dem geplanten Wanderweg in der Kyritz-Ruppiner Heide aufbrechen können. Temnitzquells Bürgermeister Johannes Oblaski wagt noch keine Prognose, wann es diesen Parkplatz geben wird. „Das hängt von Fördermitteln ab“, sagt er. „Aber wir brauchen ihn – wir brauchen einfach die Logistik vor Ort.“

Sielmann-Stiftung speckt geplante Plattform ab

Eigentlich hatte die Heinz-Sielmann-Stiftung auf dem sogenannten Sielmann-Hügel einen Aussichtsturm in Form eines Krähennestes bauen wollen. Doch der Entwurf, dessen komplette Realisierung nach Einschätzung von Projektleiter Lothar Lankow bis zu 750 000 gekostet hätte, erwies sich als zu teuer (die MAZ berichtete). „Wir suchen jetzt nach einer abgespeckten Version“, so Lankow. Möglich sei, dass eine Plattform gebaut wird, die einem vor fünf Jahren in der Döberitzer Heide im Havelland gebauten Modell ähnelt. „Das wäre für unter 200 000 Euro möglich“, sagt Lankow. Der Projektleiter der Sielmann-Stiftung hofft, dass die Bauarbeiten im kommenden Jahr beginnen können.

Bevor die Aussichtsplattform steht, werden Ausflügler den Sielmann-Hügel bereits erklimmen können. Ein erster Teil des geplanten Wanderwegs von Neuglienicke vorbei an Pfalzheim und Rossow nach Fretzdorf soll dann schon fertig sein. Am 20. Mai will Landrat Ralf Reinhardt das Teilstück von Neuglienicke zum Sielmann-Hügel offiziell eröffnen. Wandergeselle Benjamin Schulte wird dann schon lange weg sein. Nächste Woche geht es weiter. Ins Wendland vielleicht. Mal sehen, was das Maitreffen ergibt.

Von Frauke Herweg

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