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Pfarrer-Ehepaar tritt in Wittstock Dienst an

Gottesdienst am Sonntag Pfarrer-Ehepaar tritt in Wittstock Dienst an

Linda und Nikolai Jünger stehen am Anfang ihrer Laufbahn als Pfarrer. In dieser Woche begann ihr zweijähriger Entsendungsdienst in der Region Wittstock. Das Ehepaar entschied sich bewusst für eine Arbeit im ländlichen Raum. Vor ihnen liegt ein weites Betätigungsfeld.

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Neues Wirkungsfeld: Linda und Nikolai Jünger vor der Marienkirche in Wittstock.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Mit Linda und Nikolai Jünger verstärkt nun ein Pfarrerehepaar die Arbeit in der Region Wittstock. Am Dienstag begann für sie der zweijährige Entsendungsdienst. Bereits am kommenden Sonntag, 6. März, um 14 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche in Wittstock erhalten die Mitglieder der Kirchengemeinden die Gelegenheit, Ehepaar Jünger im Rahmen des Gottesdienstes zu begrüßen.

Die 30-jährige Linda Jünger und ihr zwei Jahre älterer Mann Nikolai bekleiden jeweils eine volle Pfarrstelle. Beide sind in der Gesamtkirchengemeinde Wittstock mit den Dörfern Biesen, Wernikow, Glienicke und Zaatzke tätig. Darüber hinaus wird sie das Amt der geschäftsführenden Pfarrerin in der Gesamtkirchengemeinde Wittstock übernehmen. Hinzu kommen die Schwerpunkte Jugendarbeit, Haus der Begegnung und das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“. Nikolai Jünger ist außerdem für die Kirchengemeinde Dosse-Brausebach und den Pfarrsprengel im Dranser Land zuständig. Die Konfirmandenarbeit sowie die Kita „Bienenkorb“ und damit verbundene Gottesdienste für Kinder und Familien liegen auch in seinen Händen.

17 Predigtstellen in der Region

Im Rahmen der Funktionsteilung sind außerdem Pfarrer Björn Borrmann und Superintendent Matthias Puppe zu unterschiedlichen Stellenanteilen für diese Region im Einsatz. 17 Predigtstellen gehören dazu. „Damit befinden wir uns in einer relativ komfortablen Situation in der Region, auch wenn in Wittstock keine wesentliche Stellenaufstockung erfolgt ist“, sagte Superintendent Matthias Puppe auf Nachfrage.

„Es war ein langer Weg bis hierher und nun kommen wir an“, sagte Linda Jünger. Von 2005 bis 2013 studierten sie evangelische Theologie in Berlin und Wien. Danach absolvierten beide das Vikariat in Potsdam beziehungsweise in Werder/Havel. „Wir haben uns bewusst für eine Pfarrstelle in einer kleinen Stadt in Nordbrandenburg entschieden“, so Nikolai Jünger. Damit schließt sich für das Ehepaar auch ein Kreis: Es stammt aus Zehdenick (Oberhavel), wo beide dasselbe Gymnasium besuchten. Seit sechs Jahren sind Linda und Nikolai Jünger verheiratet.

Projektarbeit ist beiden wichtig

„Die Arbeit im Pfarrteam bedeutet für uns Lernchancen“, so Linda Jünger. Beide möchten offen auf die Menschen zugehen, schrittweise Vertrauen aufbauen und vor allem Seelsorge leisten. „Mich interessieren die Lebensgeschichten und vor allem auch, wie der Zweite Weltkrieg bis heute auf die Biografien in den einzelnen Familien wirkt“, sagt Linda Jünger. Auf lebendige Predigten und Gottesdienste legt Nikolai Jünger ein besonderes Augenmerk. „Ich möchte mit den Menschen über das Evangelium sprechen und sehen, was sie im Leben hält und trägt“, sagt er.

Beide setzen neben dem normalen Ablauf im Gemeindeleben auch auf das Element der Projektarbeit. Mit Blick auf die zweijährige Pflichtentsendungszeit meinen beide: „Wir sind nicht gekommen, um gleich wieder zu gehen.“ Ein Leben im ländlichen Raum ist für Linda und Nikolai Jünger vorstellbar. Doch zunächst heißt es für sie, die Gemeindeglieder in Stadt und Land im Alltag kennen zu lernen.

Entsendungsdienst

Pfarrer im Entsendungsdienst arbeiten noch nicht in einer von ihnen ­gewählten Pfarrstelle, sondern werden von der Kirchenleitung in einen ­Pfarrdienst gesandt. Damit entlasten oder verstärken sie die Arbeit in der Kirchengemeinde oder bei übergemeindlichen kreiskirchlichen Aufgaben.

Die Pflichtentsendungszeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) umfasst zwei Jahre. Anschließend wird die Anstellungsfähigkeit erteilt und Pfarrer erhalten die Möglichkeit, sich frei auf Pfarrstellen zu bewerben. Linda und Nikolai Jünger begannen am 1. März ihren Entsendungsdienst.

Das Ehepaar wird am 20. März um 14 Uhr in der Sankt-Marien-Kirche Berlin Alexanderplatz durch Bischof Markus Dröge ordiniert. Mit der Ordination erhalten Theologen das Recht und die Pflicht zur freien Verkündigung des Wortes Gottes und zur Verwaltung der Sakramente auf Lebenszeit und an jedem Ort.

Von Christamaria Ruch

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