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Pfarrer Seefeld verlässt Wittstock

Dankbar für die vielen Wertschätzungen Pfarrer Seefeld verlässt Wittstock

Die Pfarrstelle in Wittstock muss neu besetzt werden, denn Markus Seefeld kehrt der Dossestadt nach acht Jahren den Rücken und zieht mit seiner Familie nach Mecklenburg. In seiner Zeit in Wittstock engagierte sich der 35- Jährige für allerhand Themen - manches Mal zu sehr, wie er selbstkritisch zugibt.

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Pfarrer Markus Seefeld an der Sankt-Marien-Kirche.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Pfarrer Markus Seefeld verlässt zum Monatsende die Dossestadt und zugleich die Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Am 1. Juli tritt er eine neue Pfarrstelle in Alt Meteln bei Schwerin an. Diese gehört zur Nordkirche. Die Pfarrstelle in Wittstock soll wieder besetzt werden. Sie ist bereits ausgeschrieben.

„Nach acht Jahren Dienst in der Region Wittstock sehen wir jetzt einen günstigen Zeitpunkt für den Wechsel und darin Chance und Neubeginn für unsere Familie“, so Markus Seefeld. Und: „Wir sind dankbar, dass unsere beiden Kinder hier so behütet aufwachsen konnten – Schule und Kita lagen direkt vor der Haustür.“ Der 35-Jährige begann im Frühjahr 2007 seinen kirchlichen Dienst in der Region Wittstock. Damals war er am Anfang seiner pfarrdienstlichen Tätigkeit und begann zunächst von Neuruppin aus sein Vikariat in der Dossestadt. Mit Beginn des Entsendungsdienstes 2009 zog die Familie nach Wernikow. Zwei Jahre später übernahm Markus Seefeld die Pfarrstelle in Wittstock und wohnte seitdem auch am Kirchplatz. Direkt gegenüber der Sankt-Marien-Kirche. „Diese Kirche habe ich im Laufe der Jahre lieb gewonnen und vor allem mag ich die Inneneinrichtung.“

Die vergangenen vier Jahre wirkte Seefeld als geschäftsführender Pfarrer in der Gesamtkirchengemeinde Wittstock und war außerdem für die Kirchengemeinde Dosse-Brausebach zuständig. Dazu zählen elf Predigtstellen. Mit der Geschäftsführung war auch die Leitung der evangelischen Kita „Bienenkorb“, des kirchlichen Friedhofes sowie der Mitarbeiter im Gemeindebüro verbunden.

Seefeld erlebte den innerkirchlichen Wandel hautnah mit: Der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin setzte von 2007 bis 2013 eine Strukturreform um, die deutschlandweit Modellcharakter trägt. „Diese Reform habe ich sehr positiv erlebt.“ Darin sieht er eine „Chance für alle kirchlichen Bereiche“. Dazu zählt er den Austausch mit den Kollegen oder den gemeinsamen Konfirmandenunterricht in Wittstock und Neuruppin. Ebenso „werden die Gemeinden vor Ort im Zuge der Reform selbstständiger, wie etwa die Beispiele in Wernikow, Wulfersdorf oder Dosse-Brausebach zeigen“. Gern erinnert sich Seefeld an den Kindergottesdienstkreis, den er bereits im Vikariat aufbaute. Unter dem Motto „Gottesdienst mal anders“ bereitete er mit den Eltern der Kinder die monatlichen Veranstaltungen vor. Bis zu 60 Besucher kamen dann in die Wittstocker Heiliggeist-Kirche. Vor allem Kinder und Jugendliche liegen ihm bei seiner Arbeit als Pfarrer am Herzen. Die vergangenen sechs Jahre organisierte er auch Sommerferienfahrten für Jugendliche in das französische Taizé.

Markus Seefeld (2.v.r.) engagierte sich auch in der Bürgerinitiative „Wittstock contra Industriehuhn“.

Quelle: Christamaria Ruch (Archiv)

Doch auch der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand zählt für den Pfarrer zu den prägenden Eindrücken. Seefeld engagierte sich etwa im Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ und öffnete die Kirche für Veranstaltungen der Bürgerinitiative „Wittstock contra Industriehuhn“. Gleichzeitig räumt er ein: „Auch wenn man Schwerpunkte in der Gemeindearbeit setzt, teilweise habe ich zu viel Kraft in eine Sache gesteckt und dabei ist anderes auf der Strecke geblieben.“ Damit meint er etwa Besuche bei Gemeindemitgliedern. Umso wichtiger ist für ihn, dass Ehrenamtliche in Besuchsdienstkreisen aktiv sind und diese Aufgaben übernehmen. Nach sechs Wochen Vorarbeit konnte er vergangene Woche noch die Andacht zum Baubeginn an der Kirche in Wernikow halten. „Es hat mich sehr gefreut, das mitzuerleben.“

Der Abschiedsgottesdienst in Wittstock liegt bereits hinter Markus Seefeld. „Ich bin sehr dankbar für die vielen Wertschätzungen, die mir dabei entgegengebracht wurden.“

Hintergrund

  • Markus Seefeld stammt aus Eberswalde (Barnim) und studierte nach dem Abitur Theologie in Berlin.
  • Der 35-Jährige ist verheiratet mit Raphaela Seefeld, Lehrerin für Deutsch und Religion. Das Ehepaar hat zwei Kinder.
  • Der Pfarrer war erst für Wittstock und die Kirchengemeinde Dranser Land tätig.
  • Die vergangenen Jahre betreute er mit einer Kollegin und dann mit einem Kollegen 1400 Gemeindemitglieder in der Gesamtkirchengemeinde Wittstock sowie Dosse-Brausebach.
  • Die neue Pfarrstelle von Markus Seefeld in Alt Meteln (Nordkirche) ist ländlich geprägt. Zu ihr gehören wie in der Region Wittstock 1400 Gemeindemitglieder mit insgesamt fünf Predigtstellen.

Von Christamaria Ruch

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