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Pfarrer dringend gesucht

Kirchenkreis Wittstock-Ruppin Pfarrer dringend gesucht

Fast jede dritte Pfarrerstelle im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin ist derzeit vakant. Die Arbeit dort wird so gut wie möglich von den verbliebenen Pfarrerinnen und Pfarrern übernommen. Doch für die ist das eine zunehmende Belastung. Neue Pfarrer zu finden ist selbst in Städten wie Neuruppin nicht leicht. Auf manche Ausschreibung gibt es nicht eine einzige Bewerbung.

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Auch die Gesamtkirchengemeinde Ruppin, zu der Neuruppin mit seiner Klosterkirche gehört, sucht derzeit eine Pfarrerin oder einen Pfarrer.

Quelle: Peter Geisler

Manker/Neuruppin. Die Pfarrstelle in Manker bleibt weiter ohne Pfarrerin oder Pfarrer. Ende vergangenen Jahres hatte die evangelische Kirchengemeinde Temnitz die Stelle ausgeschrieben – doch ohne Erfolg. „Wir haben keine Bewerbung erhalten“, bestätigt Matthias Puppe jetzt auf Nachfrage. Puppe leitet als Superintendent den gesamten Kirchenkreis Wittstock-Ruppin.

Die offene Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Temnitz ist nicht die einzige, die ihm Sorgen bereitet. In Neuruppin waren im vergangenen Jahr gleich zwei Stellen frei geworden. Ilona Kretzschmar war in den Ruhestand gegangen, Susanne Graap wechselte als neue Dompredigerin von Neuruppin nach Brandenburg (Havel). Eine der beiden Stellen ist inzwischen mit Thomas Klemm-Wollny besetzt. Die zweite ist jedoch seit Oktober vakant, wie es im Kirchendeutsch heißt.

Auf eine erste Ausschreibung hatte sich lediglich eine Kandidatin beworben. Der Gemeindekirchenrat hatte sich daraufhin entschieden, die Stelle ein zweites Mal auszuschreiben. Noch läuft die Bewerbungsfrist, doch alles deutet darauf hin, dass sich für die Neuruppiner Pfarrstelle diesmal mehr Kandidaten melden könnten. „Es gab bereits einige Anfragen von Interessentinnen“, sagt Matthias Puppe.

Ein Pfarrer für viele Aufgaben – nicht für jeden attraktiv

Offen ist zudem die Stelle des Schulpfarrers an der Evangelischen Schule in Neuruppin. Pfarrer Martin Meier, der im Sommer Manker verlassen hatte, sollte teilweise auch diesen Job übernehmen. Allerdings lief das nicht ohne Probleme. Die Schule hat deshalb schon länger keinen eigenen Pfarrer mehr. Ende Januar soll der Kreiskirchenrat nun beraten, was aus dem Posten an der Schule künftig werden soll, so Superintendent Puppe.

Wie es in der Gemeinde Temnitz weitergeht, muss der Gemeindekirchenrat entscheiden. Ob diese Stelle in der bisherigen Form erneut ausgeschrieben wird, ist ungewiss. Möglich wäre auch, dass die Aufgaben etwas umstrukturiert werden, um die Stelle attraktiver zu machen.

Ein großes Problem sieht Puppe dennoch nicht. Vorerst übernehmen die verbliebenen Pfarrer die Arbeit – doch das fällt allen immer schwerer. Schließlich gibt es derzeit noch zwei weitere Stellen mit Vertretungsbedarf: Rheinsbergs Pfarrer Raik Fitzner ist bereits länger krank, und die junge Wittstocker Pfarrerin Linda Jünger ist gerade in Elternzeit. Fast jede dritte Pfarrerstelle im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin ist so vakant.

Von Reyk Grunow

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