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Ostprignitz-Ruppin Pfarrer im Ruhestand zieht weg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pfarrer im Ruhestand zieht weg
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00:17 28.07.2016
Leidenschaftlich gern im Amt: Klaus Raschkowski vor seinem Pfarrhaus in Königsberg. Quelle: Christamaria ruch
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Königsberg

Klaus Raschkowski aus Königsberg bleibt sich treu: „Ich habe in meinem Leben an keinem Ort länger als 15 Jahre gelebt.“ Nun sitzt der Pfarrer im Ruhestand wieder einmal auf gepackten Koffern: Im August zieht er auf die Nordseeinsel Baltrum.

Raschkowski räumt zugleich einige Gerüchte aus dem Weg. „Ich übernehme hier auch weiterhin gern einmal im Monat Gottesdienste und Amtshandlungen, denn ich bin leidenschaftlich gern Pfarrer.“ Auch wenn er Königsberg den Rücken kehrt, wird das Dorf weiterhin für ihn und seine Frau Marion Anlaufpunkt sein. „Wegen der Bindungen und Verwurzelung suchen wir gerade eine Wohnung im Ort“, sagt der 69-Jährige. Seine Frau steht noch mitten im Berufsleben und wird auch weiterhin in Berlin leben und arbeiten. Auch zukünftig wird Königsberg ihr Treffpunkt sein.

Klaus Raschkowski erwarb das Pfarrhaus in Königsberg um die Jahrtausendwende vom damaligen Ortspfarrer Ralf-Reiner Schadow. Vor gut zehn Jahren zog Raschkowski in das Dorf, war aber noch Pfarrer in der Luisen-Kirchengemeinde in Berlin Charlottenburg. Dennoch hielt er an zwei Wochenenden im Monat jeweils drei Gottesdienste in Königsberg, Christdorf, Teetz, Bork oder Gantz, aber auch im Raum Wittstock bis Sewekow. „In der Luisenkirche in Berlin wurde immer nur Abendgottesdienst gefeiert, deshalb stand ich hier zur Verfügung.“ Und: „Ich wüsste nicht, was ich an einem Sonntag ohne Gottesdienst machen soll.“ Auch für Amtshandlungen ist Klaus Raschkowski in der Region bekannt.

Pfarrhaus wird verkauft

„Wir verkaufen gerade das Pfarrhaus und zum 1. September erfolgt die Schlüsselübergabe an die neuen Eigentümer“, sagt Klaus Raschkowski. Dabei hofft er, dass die Kirchengemeinde Königsberg auf ihr Vorkaufsrecht für das Haus verzichtet. Den Impuls für den Wegzug setzte Raschkowskis jüngste Tochter. Sie lebt mit ihrer Familie auf Baltrum und dort übernahm ihr Vater 2015 für sieben Monate die vakante Inselpfarrstelle. Im Zusammenhang mit diesem Inselaufenthalt wurde deutlich, dass er von der Familie seiner Tochter gebraucht wird.

Mit Blick auf das gut 4000 Quadratmeter große Grundstück in Königsberg gibt Klaus Raschkowski offen zu: „Als Ruheständler brauche ich diese große Spielwiese nicht mehr, auch wenn ich hier beim Rasenmähen oft die Predigt gedanklich fertig gemacht habe.“ Die schönsten Gottesdienste hat er erlebt, als die Königsberger Kirche bis 2006 mehrere Jahre baupolizeilich gesperrt war. Zu dieser Zeit verwandelte sich das Wohnzimmer in seinem Pfarrhaus zum Gottesdienstraum. „Jeder Gottesdienst wird hier im Dorf mit Abendmahl gefeiert und der Pfarrer hat immer einen weißen Talar mit Stola an“, so Raschkowski. Für das Foto wählt er dann aber die bekannte Ausführung in Schwarz.

Von Christamaria Ruch

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