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Ostprignitz-Ruppin Pfarrer in Ruhestand verabschiedet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pfarrer in Ruhestand verabschiedet
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18:40 26.02.2017
Stephan Scheidacker hatte auf einer Leiter alle seine Jahreskalender aufgestellt, angefangen von 1973, als er noch studierte. Quelle: Sandra Bels
Barsikow

Es war sein letzter offizieller Gottesdienst im Pfarrsprengel Segeletz. Pfarrer Stephan Scheidacker hat sich am Sonntagnachmittag in der Barsikower Kirche nach 42 Jahren im pastoralen Dienst verabschiedet. Sechs Jahre predigte er im Pfarrsprengel und vier in der Hoffnungskirchengemeinde Lögow. Nun hat er die Altersgrenze erreicht und geht in den Ruhestand, wird, wie er am Sonntag selbst sagte, „Pensionär“.

Die nächsten Wochen werden für ihn aber alles andere als ruhig. Scheidacker geht für ein paar Monate nach Israel, um dort die Sprache weiter zu lernen. Mit dabei hat er seinen reiselustigen Onkel aus Oranienburg, der auch zur Verabschiedung gekommen war. Zusammen reisten die beiden auch schon nach Jerusalem. Nicht nur der Onkel gehörte zu den Abschiedsgästen. Gut 50 Kirchenälteste und ehemalige Kirchenälteste saßen in den Reihen. Die Barsikower Kirche platze fast aus allen Nähten. An die 200 Besucher hatte der amtierende Superintendent Alexander Bothe gezählt. Unter ihnen waren auch 22 Familienmitglieder von Scheidacker sowie die Gemeindeglieder aus elf Dörfern und auch aus Neuruppin.

Superintendent Alexander Bothe segnete Stephan Scheidacker und entband ihn von seinen Pflichten. Quelle: Sandra Bels

Scheidacker sagte, dass er mit Freude und Wehmut geht. Freude auf das, was kommt, und die Möglichkeiten und Chancen, die er bisher aus Zeitgründen nicht wahrnehmen konnte. Wehmut empfindet er, weil er loslassen muss, was ihm vertraut war.„Für einen Pfarrer sind das die Menschen, mit denen er jeden Tag zu tun hat“, so Scheidacker. Er dankte allen Menschen, denen er in den vergangenen Jahrzehnten begegnet ist. „Sie waren eine Bereicherung für mich.“

Auf einer Leiter hatte er alle Kalender ab seiner Studienzeit im Jahr 1973 bis 2017 aufgestellt. Aus einigen las er Einträge vor. So kam er auch auf das Jahr 2011, in dem er in den Kirchendienst in Segeletz eintrat. „Meine Vorgeschichte spielte damals keine Rolle“, sagt er und spielte damit auf sein Ausscheiden als Pfarrer in Manker-Temnitztal an. 26 Jahre tat er dort Dienst und hat für viel Wirbel gesorgt, unter anderem ging es um einen Pachtvertrag für den Sportplatz in Dabergotz. Der Fall beschäftigte das oberste Kirchengericht in Hannover. Was Scheidacker von 2009 bis 2011 erlebt hatte, bezeichnete er am Sonntag als fehlendes Hören und Verstehen. „Für mich war das ein zutiefst unchristliches und unangemessenes Vorgehen der Kirchenoberen“, so der Pfarrer.

Von Sandra Bels

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