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Ostprignitz-Ruppin Pfarrermangel auf dem Lande
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pfarrermangel auf dem Lande
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19:53 13.10.2017
In und um Neuruppin leben 40 Prozent der evangelischen Christen des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin. Drei Pfarrer sollen in der Gesamtkirchengemeinde Ruppin arbeiten. Eine der Stellen ist zurzeit offen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die 5400 evangelischen Christen in Neuruppin müssen noch einige Monate länger auf eine neue Pfarrerin oder einen Pfarrer warten. Die Stelle von Susanne Graap, die zum 1. Oktober als Dompredigerin nach Brandenburg (Havel) gewechselt ist, kann nicht so schnell besetzt werden wie gehofft. Bereits vor Monaten hatte der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin die Neuruppiner Pfarrstelle ausgeschrieben. Doch Superintendent Matthias Puppe ist ernüchtert über die Resonanz. „Wir hatten nur eine einzige Bewerbung auf die Stelle“, sagt er: „Für eine Wahl ist eine Bewerbung zu wenig.“ Der Kirchenkreis hat sich deshalb entschieden, die Ausschreibung zu wiederholen.

Damit ist klar, dass die Pfarrstelle auf keinen Fall zum 1. Januar besetzt werden kann. Bei einer neuen Ausschreibung haben Interessenten voraussichtlich bis Mitte Januar Zeit, sich zu bewerben. Selbst wenn das mehr Erfolg hat, würde es noch Wochen oder gar Monate dauern, bis ein Theologe in Neuruppins seinen Dienst antreten könnte.

Freie Stellen in Neuruppin und in der Gemeinde Temnitz

Der Kirchenkreis versucht, die Zeit bis dahin so kurz zu halten wie irgend möglich. Die Stelle in Neuruppin ist nicht die einzige, die frei ist. Auch in der Gemeinde Temnitz gibt es nach dem Weggang von Pfarrer Martin Meyer einen offenen Posten. Die Ausschreibung dafür läuft zurzeit noch. Doch klar ist, dass diese Stelle noch schwerer zu besetzen sein dürfte als die Neuruppiner.

Der Fachkräftemangel hat längst auch die Evangelische Kirche erreicht. Immer häufiger kommt es vor, dass offene Posten zweimal oder sogar noch öfter ausgeschrieben werden müssen, bis sich geeignete Bewerber finden. Manchmal sogar, bis sich überhaupt Bewerberfinden. Der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin ist keine Ausnahme, in anderen Regionen sieht es ähnlich aus.

Landeskirche sieht große Probleme in einigen Jahren

„Frei werdende Pfarrstellen können derzeit besetzt werden“, sagt Heike Krohn-Bräuer, Sprecherin der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. In den Städten ist das noch leichter als in den ländlichen Bereichen. Insgesamt wird die Lage aber so schnell nicht besser. „Wir rechnen damit, dass es in vier bis fünf Jahren beginnen wird, schwieriger zu werden, wenn mehr Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand treten, aber weniger junge Pfarrerinnen und Pfarrer nachkommen“, sagt Heike Krohn-Bräuer. Die Zahl der offenen Stellen nimmt zu – die der Theologiestudenten dagegen ab, und niemand kann sagen, wie viele der Studenten am Ende wirklich Pfarrer werden wollen.

Der Personalmangel im Kirchenkreis wirkt sich auf alle Mitarbeiter aus. „Wir haben das Prinzip, das sich die Kollegen gegenseitig vertreten“, sagt Superintendent Puppe. Doch die zusätzliche Arbeit setzt allen zunehmend zu. Die Herbst­synode wird sich Mitte November mit der prekären Lage befassen. Der Kirchenkreis arbeitet parallel dazu an einem Notfallplan für die kommenden Monate. Wus­traus Pfarrerin Rose Möllhoff-Mylius war wegen der großen Belastung vor einigen Jahren kürzer getreten. Jetzt habe sie sich bereiterklärt, mehr zu arbeiten, um Kollegen zu entlasten, sagt Matthias Puppe. Und alle Pfarrer müssen Dienste auch außerhalb ihrer Gemeinde übernehmen.

Von Reyk Grunow

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