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Pferd von der Dosse als Olympia-Hoffnung

Weltbeste Dressurreiterin zu Gast in Neustadt Pferd von der Dosse als Olympia-Hoffnung

Isabell Werth, die weltbeste Dressurreiterin, würdigte bei einem Besuch am Montag die Arbeit des Brandenburgischen Haupt- und Landgestütes in Neustadt. Wegen eines dort einst geborenen Pferdes hängt die 47-Jährige nun sogar noch ein paar Jahre an ihre Karriere ran: Belantis. Geht alles gut, tritt dieser Hengst 2020 womöglich auch bei der Olympiade in Tokio mit an.

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Isabell Werth bei der Hengstparade vorigen Herbst in Neustadt auf „Belantis“. Einen Monat zuvor hatte sie in Rio mit „Weihegold“ erneut eine Olympia-Medaille nach Deutschland geholt.

Quelle: Bjoern Schroeder

Neustadt. Eine bessere Werbung für den bevorstehenden Neustädter Fohlenfrühling 2017 kann es nicht geben: Isabell Werth, die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten, reiste am Montag an die Dosse und bekam schon mal ganz persönlich den neuen Nachwuchs des Brandenburgischen Haupt- und Landgestütes vorgestellt.

Isabell Werth zeigte sich begeistert von einem jüngeren, gerade mal drei Wochen alten Belantis-Bruder

Isabell Werth zeigte sich begeistert von einem jüngeren, gerade mal drei Wochen alten Belantis-Bruder. Die Mutter der beiden, „Philharmonie“, steht im Hintergrund. Beim Fohlenfrühling lassen auch sie sich bestaunen.

Quelle: Matthias Anke

Neben Werth besuchte auch die Unternehmerin Madeleine Winter-Schulze die Anlage. Die 75-Jährige gilt als bedeutendste Mäzenin im deutschen Pferdesport. Einst selbst Deutsche Meisterin, unterstützt sie seit 1997 Ludger Beerbaum und seit 2001 Isabell Werth. Eine „Einkaufstour“ unternahmen die beiden jedoch eher weniger. Eingekauft wurde schließlich schon: Das vor acht Jahren in Neustadt geborene Deutsche Sportpferd Belantis, ein Landes- und Bundeschampion sowie der Vize-Weltmeister von 2015, steht längst im Stall von Isabell Werth und gehört bereits zu einem Teil Madeleine Winter-Schulze.

Die erfolgreiche Dressurreiterin ließ sich während ihres Besuchs die Gelegenheit nicht nehmen, einigen Neustädter Profis beim Training zuzusch

Die erfolgreiche Dressurreiterin ließ sich während ihres Besuchs die Gelegenheit nicht nehmen, einigen Neustädter Profis beim Training zuzuschauen und Tipps zu geben.

Quelle: Matthias Anke

Ab diesem Sommer wird sie ihn ganz ihr Eigen nennen. Die Gestüter, wie sie in Neustadt heißen, die lange nicht loslassen wollten von Belantis, machen damit also eine Ausnahme. Denn Werth hat mit Belantis Großes vor. Zumindest ließ sie sich auf Nachfrage mit Blick auf Belantis’ Teilnahme an Olympia 2020 in Tokio hinreißen zu sagen: „Wenn er gesund bleibt. Die Chancen stehen sehr gut.“

Weltbeste Reiterin würdigt die Arbeit des Haupt- und Landgestüts

Doch alleine schon das aus dem Munde Werths zu hören, lässt die Herzen der Gestüter höher schlagen. „Pferde öffnen Türen“, erklärte dazu etwa Jürgen Müller, Vorgänger von Landstallmeister Uwe Müller. Letzterer führte Werth und Winter-Schulze über die Anlage. Immer vorneweg: Stutenmeister Ronny Voigt. Beide Frauen sind seit einiger Zeit auch Ehrenmitglieder des Fördervereins des Gestüts, das damit prominente Fürsprecher erhalten hat. Isabell Werth würdigte dessen Arbeit. „Es dient dem Erhalt des Kulturguts Pferd“, sagte die sechsfache Olympiasiegerin mit insgesamt zehn olympischen Medaillen, darunter sechs Mal Gold und vier Mal Silber. Werth ist zudem siebenfache Weltmeisterin, vierzehnfache Europameisterin und zwölffache Deutsche Meisterin.

Isabell Werth (3vr) und Madeleine Winter-Schulze (2vr) bekamen eine Exklusivführung vom Landstallmeister Uwe Müller (l)

Isabell Werth (3.v.r.) und Madeleine Winter-Schulze (2.v.r.) bekamen eine Exklusivführung vom Landstallmeister Uwe Müller (l.).

Quelle: Matthias Anke

Die Entwicklung ihrer Pferde verfolgt sie gerne von klein auf. „Leider lernte ich Belantis kennen, als er schon fast Fünf war. Das war bei der Weltmeisterschaft für junge Pferde in Verden. Da tauchte plötzlich dieser Schimmel am Horizont auf, und ich konnte mich nicht mehr auf mein eigenes Pferd konzentrieren“, erinnerte sich die 47-Jährige. Mehr noch: „Belantis war ein Grund, jetzt noch ein paar Jahre dranzuhängen. Dass ich im letzten Drittel meiner Karriere bin, ist ja kein Geheimnis.“

Namensvetterinnen

Namensvetterinnen: Isabell Wert (2.v.r.) schaute auch bei einer Isabell vorbei.

Quelle: Matthias Anke

Für Sonnabend, 13. Mai, ist von 13 bis 17 Uhr für den diesjährigen Fohlenfrühling auch die Öffentlichkeit auf den Innenhof des Hauptgestüts eingeladen, und zwar zu einem dann bunten Programm für die ganze Familie. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder ab Fohlengröße zwei Euro. Kleinere zahlen nichts.

Von Matthias Anke

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