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Ostprignitz-Ruppin Milben und Läusen auf der Spur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Milben und Läusen auf der Spur
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11:05 07.03.2018
Mit Pestiziden geht es zur Vegetationszeit auf dem Getreidefeld den Pflanzenschädlingen an den Kragen. Quelle: dpa
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Neuruppin

Noch befindet sich die Natur in der Winterruhe. Die Mitarbeiter der Pflanzenschutzdienste halten dennoch keinen Winterschlaf. Sie geben auch in den Wintermonaten Empfehlungen heraus und veranstalten Lehrgänge.

Schon zu Beginn des Jahres begeben sie sich mit entsprechenden Vergrößerungsgeräten auf die Suche nach Pflanzenschädlingen, um den Kulturpflanzen einen günstigen Start in die Vegetationszeit zu ermöglichen. Bei günstigen Temperaturen halten sie auf den Äckern Ausschau nach Blattlauseiern. In Obstbaumplantagen entnehmen sie Fruchtholzproben an Obstbäumen und Beerensträuchern, wie Stachel-, Johannis- und Heidelbeeren.

Dazu schneiden die Obstbaubetriebe 20 Hölzer mit einer Länge von zehn Zentimetern vom zwei- bis dreijährigen Fruchtholz und reichen diese beim Pflanzenschutzdienst ein. „Wir schauen uns diese genau an, und ermitteln zum Beispiel die Besatzdichte von Wintereiern der Obstbaumspinnmilben sowie das Auftreten von Schildläusen“, sagt Ulrike Holz. Sie ist beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung für den Pflanzenschutz im Gartenbau zuständig.

Pflanzenschutzmitarbeiter starten Arbeit bereits vor dem Frühling

Das passiert von Mitte Januar bis Anfang Februar. Um den Besatz der Überwinterungsstadien zu ermitteln verwenden die Pflanzenschützer ein Binokular. „Allerdings können das die Obstbauern auch selbst erledigen. Dazu reicht eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung aus“, sagt sie. „Heidelbeeren werden zum Beispiel oftmals von der Pfirsichschildlaus befallen.“ Sie überwintern an der Strauchbasis der Pflanzen. Werden bestimmte Schwellenwerte überschritten, dann empfehlen die Pflanzenschützer den Obstbauern, bereits im zeitigen Frühjahr eine Ölbehandlung durchzuführen.

Bernd-Dieter Krüger hat seine Heidelbeersträucher allerdings noch nie behandelt. Sie stehen bereits seit 20 Jahren auf einem Feld bei Dorf Zechlin. „Wenn ich erst einmal mit der Spritze anfange, dann muss ich immer wieder behandeln“, sagt er.

In der biologischen Landwirtschaft verbietet sich das Spritzen

Sind Sträucher von Pilzkrankheiten befallen, dann entfernt er sie, das sei billiger meint der Landwirt, der auf einer Fläche von einem halben Hektar Heidelbeeren angebaut hat. „Schädlinge hatte ich bisher noch nie“, sagt er.

So wie Bernd-Dieter Krüger denken viele Landwirte. In der biologischen Landwirtschaft erübrigen sich derartige Kontrollen, da Pflanzenschutzmittel sowieso tabu sind. „Raps werden wir deshalb nicht mehr anbauen“, sagt Ina Kroschewski vom Kränzliner Agrarbetrieb, der jetzt auf ökologische Landwirtschaft umgestellt wird. Ohne ständige, rechtzeitige Kontrollen und gezielte Schädlingsbehandlungen muss der Bauer um seine Raps-Erträge fürchten.

Von Cornelia Felsch

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