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Ostprignitz-Ruppin Pflanzkartoffeln in der Winterakademie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pflanzkartoffeln in der Winterakademie
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19:01 05.03.2017
Nur „Adretta“ kommt in die Tüte: Bettina Teiche und Detlef Jeute suchen Knollen aus. Quelle: Christamaria Ruchn
Blumenthal

Hält „Goldmarie“, was der Name aus dem bekannten Märchen verspricht? Wird sie am Ende des Sommers ebenso viel Ertrag nach Hause bringen, wie es das fleißige Mädchen bei „Frau Holle“ bewies? Auf jeden Fall eroberte die Kartoffelsorte „Goldmarie“ am Sonnabend im Bürgerhaus in Blumenthal die Herzen des Publikums.

Im Rahmen der Winterakademie in Blumenthal informierten sich nun Kleingärtner aus der Region über Trends und Bewährtes beim Kartoffelanbau. Mehr als zehn Sorten standen zur Auswahl. Hinter wohlklingenden Namen wie „Soraya“, „Leyla“, „Wendy“ oder „Karlena“ stehen bewährte Sorten. „Goldmarie“ hingegen mischt erstmals auf dem Markt mit. „Ich probiere gerne neue Sorten aus“, sagte Lothar Schmock aus Blumenthal. Schon legte er die Tüte mit den „Goldmarie“-Knollen auf die Waage. Im Gegensatz zu Lothar Schmock setzt der Blumenthaler Detlef Jeute auf eine konstante Sorte: „Für mich ist „Adretta“ der Renner, die ist mehlig; fest kochende Sorten hopsen ja vom Teller.“ Auf 40 Quadratmeter baut Jeute die Erdäpfel an. „Ich habe auch schon andere Sorten probiert, die ähnlich wie „Adretta“ schmecken sollen, aber da hält keine andere Sorte mit“, sagt er. Doch bevor Detlef Jeute Ende September die Knollen von „Adretta“ aus der Erde holt, überbrückt er die Zeit mit der frühen Sorte „Solist“. Die ist schon Mitte August ausgereift. „Die Idee ist gut, vor der Haustür diesen Markt zu veranstalten“, lobte Jeute.

Ortsvorsteherin: Das Landleben muss man leben

„Die Gespräche sind ganz wichtig“ beobachtete Bettina Teiche. Die Ortsvorsteherin in Blumenthal rief vor vier Jahren mit ihren Amtskollegen aus Grabow und Rosenwinkel die Winterakademie ins Leben. Ihr Grundsatz lautet: „Das Landleben muss man leben.“ Der Markt am Sonnabend stand in gemeinsamer Regie vom Ortsbeirat und Kultverein. Eine kulinarische Strecke hielt mehrere Gerichte rund um die Knolle bereit. Schon nach zwei Stunden zeichnete sich ein erster Nachfragetrend ab. Die in der Küche universell einsetzbare Sorte „Gala“ lag in der Gunst des Publikums vor „Solist“ und „Goldmarie“. Immer wieder griffen die Interessenten in die Säcke mit den hochwertigen Knollen. „Wir wollen die Leute neugierig machen auf neue Züchtungen“, sagte Bettina Teiche.

Die Bauernregeln zum idealen Pflanzzeitpunkt sind eine Fundgrube. Günstig ist etwa, Kartoffeln am 100. Tag im Jahr in den Boden zu bringen. Eine andere aus dem Volksmund bringt eher eine bildliche Aussage: Wenn man den Hintern in die Kartoffelfurche setzen kann, ohne dass dieser kalt wird, ist die Zeit reif für das Kartoffelsetzen.

Von Christamaria Ruch

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