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Pflanztag im Projekt „Essbare Schule“

Rheinsberg Pflanztag im Projekt „Essbare Schule“

Schüler der Rheinsberger Allende-Grundschule haben auf ihrem Schulgelände Obstbäume, Sträucher und Kräuter gepflanzt. Das von dem Verein Solanum initiierte Projekt „Essbare Schule“ soll Wissen über die Herkunft von Essen vermitteln. Auch ein Bienenschwarm wird sich auf dem Schulgelände ansiedeln.

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Wie riecht Zitronenmelisse? Beim Pflanztag wurden Kräuter gepflanzt – als Einfassung für das spätere grüne Klassenzimmer.

Quelle: Frauke Herweg

Rheinsberg. In diesem Jahr noch nicht, aber vielleicht im nächsten. Die 2a der Rheinsberger Salvador-Allende-Grundschule muss sich noch ein wenig gedulden, bis sie die ersten eigenen Kirschen auf dem Schulhof pflücken kann. Marla, Lucie, Shanti und Frida halfen am Donnerstag dennoch gern beim Pflanzen einer Knorpelkirsche. „Eine Kirsche war das, was wir uns als Klasse am meisten gewünscht haben“, sagt Marla.

Himbeeren, Birnen, Äpfel oder Kräuter – sie alle sollen künftig auf dem Schulgelände wachsen. Denn die Allende-Schule will eine „Essbare Schule“ sein. „Jedes Kind soll in der Pause mal eine Kirsche oder etwas anderes naschen können“, sagt Cornelia Lambriev-Soost vom Verein Solanum, der das Langzeitprojekt initiierte. Ziel des Projektes ist unter anderem, Kindern Wissen über die Herkunft von Essen zu vermitteln. Zugleich sollen sie Verantwortung für die von ihnen gepflanzten Sträucher und Bäume übernehmen. „Was man selber gepflanzt hat, das pflegt man gern“, hofft Lambriev-Soost.

Auch ein grünes Klassenzimmer soll entstehen

Im vergangenen Jahr hatte die Robert-Bosch-Stiftung das Projekt mit 50 000 Euro unterstützt. Ein Teil dieser Summe floss in den Pflanztag. Zuvor hatte jede Klasse Wünsche für einen grünen Schulhof anmelden können. Neben verschiedenen Bäumen hatten sich die Kinder auch einen Rückzugsort im Grünen gewünscht. In den kommenden Wochen soll ein Freiluft-Klassenzimmer entstehen – den langen Tisch dafür bemalen die Kinder selbst.

Damit die Sträucher und Bäume auch bestäubt werden, wird Hobby-Imker Marc Marquardt einen Bienenschwarm ansiedeln. Kinder aus der am Mittwoch gegründeten AG Bienenschwarm werden sich um das Volk kümmern. Vor allem aber sollen sie Bienen beobachten und kennenlernen können. „Ein Blick auf einen gesamten Bienenschwarm ist einfach sehr beeindruckend“, sagt Marquardt.

Geplant: ein Lehmofen

Weitere Projekte sind bereits geplant. So soll auf dem Schulhof auch ein Lehmofen entstehen. In einem Workshop können Kinder lernen, wie man einen solchen Ofen baut. „Es geht immer auch um Gemeinschaftsprojekte“, sagt Katrin Wagner von Solanum.

Von Frauke Herweg

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