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Phosphorbombe setzt die Heide in Brand

Kyritz-Ruppiner-Heide Phosphorbombe setzt die Heide in Brand

Die Reste einer gesprengten Phosphorbombe haben einen Großbrand in der Kyritz-Ruppiner Heide ausgelöst. Mitarbeiter der Bima und der Bundesforst hatten am Donnerstag bis zum Abend zu kämpfen, bis sie die Flammen unter Kontrolle hatten. Die Feuerwehr durfte nur indirekt helfen.

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Die gewaltige Rauchwolke in der Heide bei Gadow war selbst in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Quelle: Gerald Lemke

Gadow. Die Reste einer ungefähr 100 Kilogramm schweren Phosphorbombe haben in der Kyritz-Ruppiner Heide ein Feuer ausgelöst, das bis zum Donnerstagabend eine Fläche von etwa 56 Hektar vernichtet hat. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die Eigentümerin der Heide ist, und der Bundesforst hatten stundenlang zu kämpfen, bevor sie die Flammen gegen 18.30 Uhr unter Kontrolle hatten.

Zuvor bestand die Gefahr, dass sich das Feuer immer weiter ausbreitet. Deshalb mussten Kiefern gefällt und Gegenfeuer gelegt werden. Zudem wurden weitere Bäume mit Wasser benässt, damit nicht auch diese noch in Brand geraten. Für den Wassernachschub sorgte auch die Wittstocker Feuerwehr. Die Brandschützer durften jedoch nicht aufs Gelände: Das ist zu gefährlich, weil in der Heide, die jahrzehntelang ein militärischen Übungsplatz war, noch immer unzählige Blindgänger in der Erde liegen.

Die Bombe lag im Brandschutzstreifen

Die Bombe, die laut Bima-Feuerwerker Daniel Seidel aus russischer Produktion stammt, war bei Arbeiten am 63 Kilometer langen Brandschutzstreifen in der Heide gefunden worden. Sie wurde bereits am Dienstag südlich von Gadow, in Höhe von Glashütte, gesprengt – zusammen mit 150 anderen Fundstücken, darunter Bomben, Granaten und Raketen. „Das meiste war Schrott“, sagte am Freitag Rainer Entrup, der bei der Bima für die Kyritz-Ruppiner Heide zuständig ist. Doch gut ein Dutzend Fundstücke wurde als gefährlich eingestuft, darunter die Phosphorbombe. Das Sprengen der mit einer Erdschicht bedeckten Munition verlief ohne Komplikationen. Aber am Mittwoch gab es erste Hinweise, dass Teile der Phosphorbombe „noch etwas kokeln“. Am Donnerstag gegen 14 Uhr brach das Feuer schließlich richtig aus. Die gewaltige Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Sogar aus Röbel gab es Nachfragen.

Am Freitag brannte es schon wieder, regulär

Mitarbeiter der Bima, die gerade an drei anderen Stellen in der Heide mit dem Brennen von Sicherheitsstreifen zu tun hatten, brachen sofort ihre Arbeit ab und versuchten zu verhindern, dass sich das ungeplante Feuer weiter ausbreitet. Damit hatten sie jedoch bis in die Abendstunden zu tun. Die Bilanz: „Es sind 56 Hektar Heidefläche sowie Kiefern und Buchen abgebrannt, aber zum Glück kein Hochwald“, sagte Entrup.

Die Wittstocker Feuerwehr lieferte Wasser in die Heide

Die Wittstocker Feuerwehr lieferte Wasser in die Heide.

Quelle: Gerald Lemke

Am Freitag brannte es erneut in der Heide – regulär: Die Bima setzte ihre Arbeiten fort, um im Frühjahr weitere Flächen flämmen zu können. Nur dadurch ist es möglich, die Heide zu erhalten. Sonst würde sie in kurzer Zeit zu Wald werden.

Von Andreas Vogel

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