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Ostprignitz-Ruppin Photovoltaikanlage kommt vorerst nicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Photovoltaikanlage kommt vorerst nicht
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00:19 18.11.2017
Ausschussmitglieder besichtigten 2016 bei Metzelthin die Flächen am Bahndamm. Ausnahmsweise beschritten sie dazu die Gleise. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen/Metzelthin

Sonnenstrom aus Metzelthin wird es in naher Zeit nicht geben. Der Vertreter einer Energie-Gesellschaft mit Sitz in Schönefeld, der 2016 sich und sein Projekt schon Einwohnern vorgestellt hatte und mit dem Wusterhausener Bau- und Ordnungsausschuss im Frühjahr sogar den Bahndamm für die geplante „Produktionsfläche“ aus Speichermodulen auf 17 Hektar abgeschritten war, konnte die Dörfler damals wenig begeistern.

Nach einer Bürgerversammlung schwante es den Verantwortlichen in der Gemeindevertretung: So konnte man aktuell und bei späteren Bewerbungen um Standorte für Photovoltaikanlagen nicht vorgehen. Es fehlten einfach klare Vorgaben für einheitliche und damit halbwegs gerechte Bewertungen.

Axel Herrmann brachte die Idee der „Leitlinien“ ins Spiel

Axel Herrmann (FDP) brachte damals die Idee der „Leitlinien“ ins Spiel. Damit gingen die Volksvertreter in die parlamentarische Sommerpause. Danach ging die Leitlinien-Diskussion weiter. Bis dann Nägel mit Köpfen gemacht wurden verflossen weitere Monate. Die Anlage in Metzelthin lag auf Eis.

Das galt auch für weitere Anträge für das Gemeindegebiet, die mittlerweile im Rathaus vorlagen. Just in dieser Woche kam das Thema wieder an die Öffentlichkeit. Bei der Sitzung des selbigen Fachausschusses am Dienstag im „Alten Laden“ informierte die im Rathaus zuständige Koordinatorin Martina Vogel den Ausschuss darüber, dass das Energieunternehmern Eon.Edis entlang der Bahnlinie am Plänitzer Weg in der Stadt ebenfalls zur Sonnenernte antreten wolle.

Eine Befürchtung: Hochwertiges Ackerland wird vernichtet

Martina Vogel – nun mit entsprechendem Handwerkszeug ausgerüstet – wog Für und Wider Chancen auf Machbarkeit gegeneinander ab. Danach stimmten die Ausschussmitglieder darüber ab, ob für weitere Diskussionen eine Beratungsvorlage erstellt werden sollte. Ja, das möge geschehen, hieß es. Aber: Sowohl Haupt- und Finanzausschuss als auch die gesamte Gemeindevertretung bekamen keine Empfehlung vom Fachausschuss, die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu bejahen.

Die wichtigsten Gründe für die Ablehnung ließen sich aus den schon erwähnten Leitlinien ablesen: Hochwertiges Ackerland werde vernichtet, das Landschaftsbild gestört, die ökologische Barriere für bestimmte Tierarten sei beträchtlich, die Wohnortnähe zur Anlage zu gering. Die Hürden für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage am Plänitzer Weg liegen damit ziemlich hoch, sind aber weiterhin nicht unüberwindbar.

Kurz auch über Metzelthin gesprochen

Von Metzelthin war in diesem Zusammenhang auch noch die Rede, allerdings nur kurz. Der Investor habe trotz der langen Zwangspause darauf verzichtet, im weiteren aktuellen Beratungsturnus berücksichtigt zu werden, so Martina Vogel. Es gebe aus Sicht des Investor aus Schönefeld „noch Klärungsbedarf“ zu verschiedenen Punkten.

Metzelthins Ortsvorsteherin Barbara Burau, einer der wenigen Gäste der abendlichen Sitzung, sah nicht so aus, als wäre sie mit dieser Ankündigung unzufrieden.

Von Wolfgang Hörmann

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