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Ostprignitz-Ruppin Pieck-Porträt für die Heimatstube
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pieck-Porträt für die Heimatstube
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00:17 04.11.2016
Mit Worten und Blumen dankten die Kyritzer Heimatforscher Christiane (Mitte) und Dietmar Hinz (r.) für die Spende. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Die Größe der Spende war dann doch etwas überraschend – um nicht zu sagen: überwältigend. Christiane und Dietmar Hinz aus dem hessischen Braunfels-Altenkirchen überbrachten dem Kyritzer Heimatverein am Dienstag ein Porträt Wilhelm Piecks. Knapp 1,60 mal 1,20 Meter misst das Ölgemälde vom Anfang der 50er Jahre.

Das Bild das damaligen DDR-Präsidenten stammt aus dem Nachlass des Malers Hans Becher (1904 bis 1999), den eine jahrzehntelange Freundschaft mit Familie Hinz verband. Der Maler, Grafiker und Kunstpädagoge war in Leipzig, Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz) und Weißenfels tätig und schuf das Bild vermutlich für eine Ausstellung. Ein Dokument verweist darauf, dass er ab 1951 daran arbeitete. Damals suchte er nämlich unter Hinweis auf „großformatige Bilder fortschrittlichen Inhalts“ – unter anderem ein Pieck-Porträt – dringend ein größeres Atelier.

Anfang der 50er Jahre hatte Hans Becher das Bild gemalt. Quelle: Alexander Beckmann (Repro)

„Mein Vater war sein Klassenkamerad“, erzählt Christiane Hinz. „Herr Becher ist damals in Leipzig geblieben. Wir haben einen anderen Weg genommen.“ Der Kontakt blieb jedoch bestehen und lebte mit der deutschen Einheit wieder auf. 2012 holte Familie Hinz Bechers Witwe Elisabeth nach Hessen. „Wir wollten ihr das Pflegeheim ersparen. Vergangenes Jahr ist Frau Becher gestorben.“

Christiane und Dietmar Hinz hatten schon zuvor einiges aus dem Nachlass des Maler übernommen und suchten nun nach einer neuen Bleibe für den „Wilhelm Pieck“. Piecks Heimatstadt Guben zeigte wenig Interesse daran, berichtet Christiane Hinz. Über einen Hinweis von Tochter Friederike Möckel (Barenthin) kam das Paar schließlich auf die Kyritzer Heimatstube. Immerhin spielte Wilhelm Pieck in der Geschichte der Stadt eine bedeutsame Rolle: 1945 hatte er als damaliger KPD-Vorsitzender in Kyritz die Durchführung der Bodenreform angekündigt, die bis heute die Besitzverhältnisse im Osten Deutschland entscheidend mitprägt.

Noch ist unklar, an welcher Stelle das Bild präsentiert wird

In der Heimatstube am Marktplatz sind die damaligen Ereignisse natürlich Thema. Sogar eine Sonderausstellung gab es schon dazu. Außerdem beteiligt sich der „Historische Heimatverein“ an der Formulierung der Aufschrift für eine geplante Informationstafel am Ort der historischen Ereignisse. Das zieht sich nun allerdings schon seit Jahren hin. Die sehr unterschiedliche politische Bewertung der Geschehnisse verhinderte bislang eine entsprechende Entscheidung der Stadtverordneten. „Wir haben unseren inzwischen vierten Textentwurf vorgelegt“, sagt Helmut Wagner vom Heimatverein.

Zusammen mit Angela Städeke nahm er die Bilderspende am Dienstag freudig entgegen. Beide gehen davon aus, dass so ein Gemälde als historisches Zeugnis durchaus einen Wert hat. Völlig unklar ist momentan jedoch an welcher Stelle. Die Kellerräume am Marktplatz erscheinen angesichts des Formats wenig geeignet. „Wir könnten ja wie der Maler einen Antrag auf Zuweisung eines größeren Raums stellen“, scherzte Angela Städeke. Sie zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass sich eine Lösung finden wird.

Von Alexander Beckmann

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