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Pilger in Wusterhausen

Feuer und Flamme für die Museen Pilger in Wusterhausen

Die Heimatstube Dreetz, das Wegemuseum Wusterhausen und der Verein Prignitzdorf Demerthin beteiligten sich in diesem Jahr an der Aktion Feuer und Flamme für die Museen. Besucher waren am Samstagnachmittag bis in die Abendstunden willkommen. Allerorten gab es Aktionen für sie.

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Martin Freuling zeigte, wie Kerzen aus Bienenwachs gezogen werden.

Quelle: Sandra Bels

Wusterhausen. Pilger und Salzfrauen trafen sich am Samstagnachmittag im Innenhof des Herbst’schen Hauses von Wusterhausen. Die einen waren unterwegs nach Bad Wilsnack. Die anderen bewirteten die Wanderer. Geschichten wurden erzählt. Ein Kerzenzieher zeigte sein Handwerk. Es war Martin Freuling. Er und die anderen Akteure waren Feuer und Flamme für die Museen, und in diesem speziellen Fall für das Wegemuseum, und beteiligten sich an der gleichnamigen landesweiten Aktion.

Auch in Dreetz galt das Motto. Vor der Heimatstube hatten Traktorfans ihre Gefährte aufgestellt – zum Bestaunen. Die Jugendfeuerwehr bot Aktionen für die kleinen Gäste an. Es gab Kaffee und Kuchen und den neu gestalteten Teil der Ausstellung zu sehen. Es geht um die ehemalige Schule. Rita Wolf vom Team der Heimatstube zeigte den Besuchern die Exponate, die sich schon im Raum befinden. Alte Klassenfotos gehören dazu, aber auch Geräte und Bücher. „Uns fehlen noch jede Menge Dinge“, sagt Rita Wolf. Sie meint damit Fotos aus dem Unterricht, aber auch alte Einschulungsbilder oder Fotos von Abschlussklassen. Rita Wolf würde sich freuen, wenn die Dreetzer in ihren Archiven suchen und die Funde der Heimatstube zur Verfügung stellen würden.

Historische  Gefährte waren in Dreetz die Stars

Historische Gefährte waren in Dreetz die Stars.

Quelle: Sandra Bels

Für sie ist die Heimatstube und das Gelände drumherum ein toller Ort zum Zusammenkommen. Und das nicht nur zum Feiern. Man trifft sich auch zum Arbeiten. Erst kürzlich bekam das Team Hilfe von der Kirche. Der Giebel des Hauses war in einem schlechten Zustand und wurde repariert. Morsche Bretter mussten unter anderem ausgetauscht werden. „Dabei sind wir ins Gespräch gekommen und haben beschlossen, eine Kooperation mit der Kirche aufzubauen“, so Rita Wolf. Unter anderem könnte die Kirche für Veranstaltungen genutzt werden.

Stolz ist die Dreetzerin auch auf das Engagement der Jugendlichen aus dem Klub. Sie haben das alte Ortsmodell von 1970 wieder ansehnlich gemacht. „Was eine Reinigung und frische Farbe so ausmachen“, so Rita Wolf. Sie freut sich darüber, dass sie bei den gut 15 Jugendlichen immer auf offene Ohren stößt.

Gegen Kälte gewappnet musste sein, wer Samstagabend in den Demerthiner Schlosskeller kam. Dort hieß es „Jazz and more“. Außerdem ging es über halsbrecherische Stufen hinab. Von Kerzen erleuchtet, die einen Hauch Wärme vorgaukelten, strahlte das ehrwürdige Gemäuer einen morbiden Charme aus. Als im zweiten Teil des Konzertes Fledermäuse herumflatterten, hatte das Musiker-Trio Anders/Bartel/Düwelt die etwa 40 Zuhörer längst in seinen Bann gezogen.

Das Trio Anders/Bartel/Düwelt bot Jazz vom Feinsten

Das Trio Anders/Bartel/Düwelt bot Jazz vom Feinsten.

Quelle: Renate Zunke

Mit Songs von den Beatles, Cat Stevens, Horace Silver oder George Gershwin wurde Jazz vom Feinsten geboten. Kein Wunder: Der Werdegang der Musiker spricht für sich. Posaunist Hermann Anders war Mitglied verschiedenster Klaus-Lenz-Gruppen, der Band von Uschi Brüning und der SOK-Band. Außerdem ist er Komponist und Arrangeur. Bassist Günter Bartel kennt man unter anderem von der Günter-Fischer-Band. Werner Düwelt war unter anderem Mitglied der Klaus-Lenz-Septetts und der Begleitband von Frank Schöbel.

Nachdem Hermann Anders (Posaune) und Günter Bartel (Bass) schon seit mehr als 25 Jahren als Duo auftraten, stieß Düwelt durch Zufall zu ihnen. „Er sollte nur die Technik stellen. Dabei forderten wir ihn auf, mal etwas zu singen“, erzählt Anders. Nun ist Düwelt mit Gesang, Gitarre, und Percussion eine Bereicherung und aus dem Trio nicht mehr wegzudenken. Seiner einfühlsamen Stimme, begleitet von Posaune und Bass, zuzuhören, war ein Genuss.

Von Sandra Bels

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