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Ostprignitz-Ruppin Pilger-Saison auf dem Annenpfad eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pilger-Saison auf dem Annenpfad eröffnet
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18:17 29.03.2018
Das Anpilgern auf dem Annenpfad läutet traditionell die Pilger-Saison ein. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

76 Menschen begaben sich am Gründonnerstag zum Anpilgern auf den Annenpfad. Der 22 Kilometer lange Rundweg verbindet die Orte Heiligengrabe, Alt Krüssow, Bölzke und Wilmersdorf – und damit auch die Kommunen Heiligengrabe und Pritzwalk sowie die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz.

Die neue Pilgersaison auf diese Art zu eröffnen, hat längst Tradition. Trotz des kühlen, windigen Wetters waren die Teilnehmer bester Laune, als sie kurz nach 10 Uhr das Areal des Kloster Stiftes in Heiligengrabe verließen.

Pilgerer aus der ganzen Region

Die Pilgerer kamen aus der gesamten Region – unter anderem aus Heiligengrabe, Pritzwalk, Wittstock, Putlitz und Kyritz. „Das schönste Stück

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76 Pilger machten beim Anpilgern auf dem Annenpfad mit. Hier befinden sie sich zwischen Alt Krüssow und Bölzke.

ist zwischen Heiligengrabe und Bölzke“, findet Christel Grünke aus Putlitz. Festes Schuhwerk, warme Kleidung und Pilgerstäbe (nicht etwa Spazierstöcke!) waren allerdings angebracht. „Es steht zum Teil Wasser auf dem Weg. Es ist kein leichter Spaziergang“, sagte Reinhard Helm, der den Tross später anführte, kurz vor dem Start in der Heiliggrabkapelle.

Beten mit den Füßen

Dort begrüßten die Hausherrin – Äbtissin Erika Schweizer – und der Heiligengraber Bürgermeister Holger Kippenhahn die Teilnehmer. „Pilgern ist Beten mit den Füßen. Das hat etwas sehr Gemeinschaftliches, sehr Spirituelles“, sagte Erika Schweizer. Sie hielt eine Andacht ab, bei der „Danket dem Herrn“ gesungen wurde.

Grüße auch aus Pritzwalk

Holger Kippenhahn überbrachte gleichzeitig auch die Grüße der Stadt Pritzwalk. Denn der dortige Bürgermeister Ronald Thiel hatte seine Teilnahme abgesagt. „Es gibt keine bessere Möglichkeit, das Osterfest zu beginnen, als auf dem Annenpfad“, sagte Kippenhahn. Und: „Ich verspreche Ihnen, wenn Sie hier wieder ankommen, werden Sie ein Glücksgefühl verspüren.“

Mit politischer Botschaft

In einer „politischen Botschaft“ wies er darauf hin, dass der geplante weitere Streckenverlauf für den Ausbau der B 189 als Umgehungsstraße zwischen Kemnitz und Heiligengrabe zwar grundsätzlich zu begrüßen sei, jedoch nicht die Art der Ausführung. Denn die B189 würde zwischen Alt Krüssow und Bölzke den Annenpfad kreuzen und ihn buchstäblich durchschneiden. Doch gerade die ungestörte Natur ist die Stärke des Pilgerweges.

Für eine Fußgängerbrücke oder einen Tunnel

Deshalb möchte der Arbeitskreis Annenpfad erreichen, dass zwischen Alt-Krüssow und Bölzke eine Fußgängerbrücke oder ein Tunnel gebaut wird. Wer diese Auffassung teilt, konnte sich am Donnerstag in eine Unterschriftenliste eintragen. Neben Bürgermeister Kippenhahn taten das auch eine Reihe weiterer Pilgerer kurz vor dem Start in Heiligengrabe.

Die erste Etappe führte nach Alt Krüssow, wo die Teilnehmer Neues über die fortschreitende Sanierung der Pilgerkirche „St. Anna“ erfuhren und einen Mittagsimbiss einnehmen konnten. Weiter ging es nach Bölzke, wo die Pilgernden Ausstellungen in der Kirche und im Außenbereich besuchen und Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Von Björn Wagener

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