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Ostprignitz-Ruppin Pilotprojekt: Bestellung per Mausklick
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pilotprojekt: Bestellung per Mausklick
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16:56 07.12.2017
In drei Kitas der Gemeinde Heiligengrabe gibt es Vollverpflegung. Quelle: dpa
Heiligengrabe

In der Kita „Haus der kleinen Strolche“ in Heiligengrabe läuft jetzt ein Pilotprojekt: Dabei geht es um die Essensversorgung der Kinder. Eltern haben die Möglichkeit, direkt beim externen Versorger online das Essen zu bestellen. Das funktioniert so: In der Kita ist grundsätzlich für eine Vollverpflegung der Kinder gesorgt – das heißt, es gibt Frühstück, Mittagessen und Vesper. Die Eltern können per Mausklick bestimmen, an welchen Tagen ihr Kind an welchen Mahlzeiten teilnehmen soll.

Entlastung für die Erzieherinnen

Der Vorteil: Da diese Bedarfsmeldung direkt beim Versorger aufläuft, ist das Kita-Personal nicht in den Bestellungsprozess eingebunden und wird dadurch entlastet. Kita-Leiterin Dietlinde Bolduan berichtete jüngst vor dem Bildungsausschuss von ersten Erfahrungen mit dieser neuen Methode. Die Sache funktioniere, jedoch müssten die Eltern unbedingt darauf achten, dass sie sich tatsächlich „ausklicken“, wenn ihr Kind an einzelnen Tagen bestimmte Mahlzeiten nicht beanspruchen soll. Nur so könne die Versorgung bedarfsgerecht stattfinden. Wenn erst noch mehr Erfahrungen vorlägen, die für diese Methode sprechen, könne sie auch in den anderen Kitas der Gemeinde eingesetzt werden, teilt Hauptamtsleiterin Christiane Hamelow dazu mit.

Die Vollverpflegung gibt es in der Kita „Haus der kleinen Strolche“ in Heiligengrabe bereits seit 2013, auch wenn der Versorger seitdem gewechselt hat.

Seit dem 1. Oktober dieses Jahres werden auch die Kitas „Kunterbunt“ in Herzsprung und „Gänseblümchen“ in Zaatzke komplett mit Essen versorgt. Die Preise variieren. In Herzsprung und Zaatzke kostet das Frühstück 2,20 Euro; das Mittagessen 3,60 Euro und das Vesper zwei Euro pro Tag und Kind – insgesamt also 7,80 Euro, so Christiane Hamelow.

In Heiligengrabe ist es günstiger

In Heiligengrabe sei es günstiger. Dort kosten Frühstück und Vesper jeweils 1,20 Euro und das Mittagessen 2,50 Euro pro Tag und Kind – insgesamt also 4,90 Euro. Die Eltern zahlten laut Satzung überall jedoch nur 1,80 Euro, den Rest übernehme die Gemeinde.

Dass es in Heiligengrabe günstiger ist, liege vor allem daran, dass es dort den Netto-Markt gibt. Somit könne die Kita – in Abstimmung mit dem Versorger – für Frühstück und Vesper teilweise vor Ort selbst einkaufen, was sich auf den Preis auswirke. Hinzu komme die Tatsache, dass in Heiligengrabe täglich rund 80 Mittagessen ausgegeben würden; in den kleineren Einrichtungen weniger. In Zaatzke seien es rund 40 Essen; in Herzsprung 25. Da es in diesen Dorfern keinen vergleichbaren Supermarkt wie in Heiligengrabe gibt, müsse das komplette Versorgungsangebot vom externen Anbieter in Anspruch genommen werden. Für Einkaufsfahrten nach Wittstock sei der Aufwand zu hoch, sagte Christiane Hamelow. Grundsätzlich sei sie mit der Qualität des Essens zufrieden. „Es ist kindgerecht, schmackhaft, kommt warm an, und auch die Menge stimmt.“ Kleinere Beanstandungen habe der Anbieter sofort ausgeräumt.

Blumenthal soll nachziehen

Und was ist mit der Kita „Trollblümchen“ in Blumenthal? Auch dort soll schon bald eine Vollverpflegung für die Kinder eingeführt werden. Laut Christiane Hamelow sei die Ausschreibung erfolgt. Die Vergabe werde am 19. Dezember der Gemeindevertretung vorgelegt, damit sie darüber befinden kann. Grundsätzlich werde darauf geachtet, dass die sogenannten technischen Kräfte, also Mitarbeiter, die für die Essensausgabe sorgen, in allen Einrichtungen vom Caterer gestellt werden.

Von Björn Wagener

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