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Pilzsammler verschwunden – und gefunden

Mann in der Ruppiner Heide vermisst Pilzsammler verschwunden – und gefunden

Mit Spürhunden, einem Hubschrauber und Infrarotkamera hat die Polizei seit Montagabend nach einem Vermissten in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Zempow gesucht. Der 76-Jährige wollte dort Pilze suchen und hatte mehrfach per Handy mit seiner Frau telefoniert. Gegen 18 Uhr riss der Kontakt ab. Doch nun gibt es Erleichterung: Er ist wieder da!

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Gleich mehrere gefälschte Kennzeichen im VW

Das Großaufgebot zur Vermisstensuche war erfolgreich. Der 76-Jährige wurde Dienstagabend gefunden.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Neuruppin. Die Polizei hat seit Montagabend den 76-jährigen Dieter D., der in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Zempow Pilze suchen wollte, gesucht. Der Senior hatte mehrfach mit seiner Frau telefoniert, zuletzt gegen 17.30 Uhr. Doch als er ab 18.15 Uhr auf keinen Anruf mehr reagierte, alarmierte die Ehefrau die Polizei. Diese schickte sofort mehrere Funkstreifenwagen los.

Gefunden wurde bislang lediglich das Auto

Doch obwohl auch mehrere Spürhunde sowie ein Hubschrauber mit Infrarotkamera zum Einsatz kamen, wurde lediglich das Auto des 76-Jährigen gefunden. „Möglicherweise hat er am Abend vor dem Regen Schutz in einem der Bunker gesucht“, sagte Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Das hätte erklärt, warum der Pilzsucher selbst mit der Infrarotkamera nicht gefunden wurde. Auch die Handy-Ortung führte zu keinem Ergebnis.

Wanderer, zieh nicht ohne Handy los!

Während in der Kyritz-Ruppiner Heide das Handy bisher keinen Erfolg bei der Suche nach dem vermissten Pilzsammler bracht, hat es in anderen Fällen schon so manchem aus der Misere geholfen.

Erst kürzlich hatte sich eine Familie mit dem Fahrrad im Naturschutzgebiet Döberitzer Heide auf dem Weg nach Falkensee verirrt. In letzter Sekunde konnten sie ihre GPS-Koordinaten auf das private Handy eines Polizeibeamten senden, bevor das Akku streikte. Der Fall schlug Wellen: Jüngst entfachte eine Debatte um die Notwendigkeit einer offiziellen Polizeinummer für WhatsApp-Nachrichten und SMS.

HIER lesen Sie weitere Fälle, in denen das Handy bei der Suche geholfen hat>>

Inzwischen ist der Rettungsverband ausgeschwärmt

Am Dienstag wurde die Suche mit der Rettungshundestaffel aus Wittstock und einem Polizeihubschrauber fortgesetzt. Zunächst ohne Erfolg. Deshalb suchte ab dem Nachmittag ein Rettungsverband mit mehr als 80 Leuten nach dem Vermissten – und wurde fündig. Gegen 17.15 Uhr wurde er von der Polizeihubschrauberbesatzung östlich von Schweinrich entdeckt. Nach ersten Angaben der Beamten vor Ort ist er ansprechbar, aber geschwächt. Ein Notarzt versorgt ihn.

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Quelle: Gerd-Peter Diederich

Die Suche gestaltete sich nicht einfach. Immerhin liegt in der Kyritz-Ruppiner Heide, die der sowjetischen Armee und ihren Verbündeten jahrzehntelang als Übungsplatz diente, noch viel Munition. „Wir müssen sehr vorsichtig sein“, betonte Polizeisprecher Reinhardt während des Einsatzes. Zum Rettungsverband gehören Waldarbeiter, Förster, Feuerwehrleute sowie der Feuerwerker der Heide.


Von Andreas Vogel und Gerd-Peter Diederich

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