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Pittiplatsch ist vermutlich auch ein Kyritzer

Legendäre Puppen auf Tour Pittiplatsch ist vermutlich auch ein Kyritzer

Wie am Rande des Auftritts von Pittiplatsch in Kyritz bekannt wurde, gab es einst eine Verbindung von dessen Schöpfer in die Knatterstadt. Ob das stimmt? „Ach du meine Nase“, würde der kleine, freche Kobold im Fall der Fälle sagen. Mit seinen Späßen belustigte er die Kinder und brachte auch viele weitere Figuren aus dem DDR-Fernsehmärchenwald mit.

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Helmut Frommhold, Barbara Augustin und Tobias Schülke (v.l.n.r.) gehören zum Ensemble.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Pittiplatsch ist ein Kyritzer. Irgendwie jedenfalls. Und selbst, wenn das alles doch nicht stimmen sollte: Angesichts von fast 150 begeisterten Gästen im Saal von Bluhms Hotel am Sonntag beim Programm „Pittiplatsch und seine Freunde“ ist der kleine, freche und aus dem DDR-Fernsehen bekannte Kobold einfach Kyritzer. Nicht zuletzt, weil er ohnehin alle drei bis vier Jahre in der Stadt vorbeischaut – wie allerdings auch in jedem anderen größeren Ort der Region und Ostdeutschlands überhaupt.

Wie nun jedoch am Rande seines diesjährigen Aufritts bekannt wurde, lebte zumindest Pittiplatschs Vater einst in Kyritz. Denn die Mutter des legendären Puppenspielers Heinz Schröder, der sein Leben lang auch Herrn Fuchs, Bummi und andere Puppen mit unverwechselbaren Stimmen spielte, wohnte einst dort. „Mit dessen Sohn wiederum ging ich in die Schule“, erzählte Dieter Groß, der in Kyritz Stadtverordneter ist und für die Partei Die Linke einst jahrelang auch im Landtag saß.

Folgen mit Pittiplatsch und Co. gibt es noch heute beim Sandmännchen

Groß war einer von zahlreichen Erwachsenen, die mit ihren Kindern oder Enkelkindern kamen. Mütter und Väter waren dabei, die selber mit den drolligen Figuren aus der DDR-Flimmerkiste aufwuchsen und nun mit glänzenden Augen verfolgten, wie sich auch ihr Nachwuchs begeistern ließ.

Für einen Sonntagvormittag ungewöhnlich

Für einen Sonntagvormittag ungewöhnlich: Fast 150 Besucher füllten den Saal von Bluhms Hotel.

Quelle: Matthias Anke

Den Mitgliedern des Ensembles, welches das Erbe des 1928 in Berlin geborenen und 2009 gestorbenen Heinz Schröder lebendig hält, war der Kyritzer Stichpunkt aus dessen Leben neu. Wie sollen sie auch den Überblick behalten angesichts von Auftritten an einem jeden Wochenende im ganzen Gebiet der früheren DDR, wo Pittiplatsch ein Star war? Offiziell „geboren“ 1962, gab es schon seither schließlich nicht nur Fernsehauftritte, sondern auch Tourneen mit Heinz Schröder. Nach der Wende folgten zwar keine Neuproduktionen, doch noch heute sind die alten Folgen beim „Sandmännchen“ zu sehen.

„Gestern spielten wir in Hagenow bei Ludwigslust, nachher geht es nach Waren an die Müritz“, berichtete Helmut Frommhold. Der 69-jährige begleitet das Programm als Nachfolger von Henry Kaufmann musikalisch. Seine Laufbahn begann Frommhold bei den Rockgruppen „Brot und Salz“ sowie „Reinhard Lakomy und Band“. Defa-Filmmusik stammt aus seiner Feder und auch für den „Polizeiruf 110“. Frommhold gehörte zu den Autoren der DDR-Kinderreihe „Spielhaus“ wie auch Bärbel Möllendorf, die heute das Schnatterinchen spricht im Wechsel mit Barbara Augustin.

Zwei Neue sind Pittiplatsch: Tobias Schülke und Christian Sengewald

Die 75-jährige Augustin wiederum, die nun in Kyritz dabei war, sprach schon zu DDR-Zeiten in Vertretung für Friedgard Kurze das Schnattchen und auch den Mischka-Bär. Der war einst aus Russland im Tausch mit Bummi-Bär kam. Hinter Pittiplatsch selbst und dem Hund Moppi, dem Herrn Fuchs oder Frau Elster etwa verbergen sich heute Ernst-Busch-Absolvent Tobias Schülke, der am Sonntag in Kyritz mitmachte, und Schauspieler Christian Sengewald (Der Turm; Tatort).

Angesichts der vielen Auftritte braucht es eben ausreichend Personal, erklärte Mario Behnke von der Agentur Show-Express aus Sachsen-Anhalt: „Kann ja immer mal einer krank werden.“ Und was würde Pittiplatsch in so einem Notfall sagen? Klar: „Ach du meine Nase!“

Von Matthias Anke

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