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Ostprignitz-Ruppin Pläne für Schulumbau vorgestellt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pläne für Schulumbau vorgestellt
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00:17 15.07.2016
Auch die Wegeverbindungen auf dem Schulgelände sollen komplett umgestaltet werden. Quelle: Ellmann-Schulze, s quadrat m
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Neustadt

Es könnte das größte Bauvorhaben des Jahrzehnts im Amt Neustadt werden: Sylvia Michaelis vom Kyritzer Architekturbüro „s quadrat m“ und Burkhard Schulze vom Sieversdorfer Planungsbüro Ellmann-Schulze stellten dem Amtsausschuss am Montag die Ideen zur Modernisierung der Neustädter Schule vor.

Seit gut zwei Monaten befasst sich eine Arbeitsgruppe mit dem Projekt. Anlass war das Anfang des Jahres neu aufgelegte „kommunale Infrastrukturprogramm“ (KIP) des Landes Brandenburg. Bis 2019 stellt das Land 130 Millionen Euro bereit – 80 Millionen davon allein für Bildungseinrichtungen. Das Amt Neustadt will die Gelegenheit nutzen, um den in die Jahre gekommenen und nie grundlegend sanierten Schulkomplex an der Lindenstraße umfassend zu modernisieren. Immerhin werden dort rund 750 Schüler unterrichtet.

Die Planer haben eine ganze Reihe von Defiziten ausgemacht, die angegangen werden könnten. Der technische Zustand der Gebäude ist dabei nur ein Teilgebiet.

In Absprache mit der Schule und den Nutzern der Sportanlagen wird beispielsweise vorgeschlagen, die Außenanlagen komplett umzugestalten. Busse könnten das Schulgelände über eine eigene Zufahrt nördlich des Hauptgebäudes erreichen und über die Schulstraße wieder verlassen. Die Haltestellen für die Schüler befänden sich an der Rückseite der Sporthalle.

Auf die jetzt von der Förder- und Grundschule genutzten Nebengebäude würden die Planer gern weitgehend verzichten. Damit entstünde Raum für Pkw-Stellplätze, einen Haltebereich für Eltern und für einen separaten Spielbereich für die Jüngsten. Den Hof zwischen Schulhaus und Speiseeinrichtung würden die Fachleute gern großzügig mit Bäumen bepflanzen. „Auf jeden Fall muss Schatten auf den Hof“, schätzt Architektin Sylvia Michaelis ein. Auf der Hofseite soll sich auch der Haupteingang zum Schulgebäude befinden.

Aktuell werden in Neustadt rund 750 Schüler der 1. bis 13. Klasse unterrichtet. Quelle: Alexander Beckmann

Für das Gebäude selbst hegen die Architekten weitgehende Pläne. Derzeit sei es durch Unübersichtlichkeit, lange Wege, Sanitäranlagen nur im Erdgeschoss und einen zersplitterten Verwaltungsbereich geprägt, urteilt Sylvia Michaelis. Sie und ihre Kollegen schlagen vor, die Innenhöfe größtenteils für zusätzliche Räume zu nutzen. Dadurch könnten auch die Förder- und die Grundschule komplett im Haupthaus unterkommen. Außerdem ließen sich zusätzliche Toiletten, Treppen, Flure und eine erweiterte Aula integrieren. Auch die Fluchtwege wären gesichert.

Im Amtsausschuss stießen diese Vorschläge durchaus auf Zustimmung – auch wenn Sylvia Michaelis klarstellte: „Wir werden nicht nur in den Ferien bauen können. Da würden wir nie fertig.“ Mit den Nebengebäude und beispielsweise auch der alten Sieversdorfer Schule gibt es schon Ideen für Entlastungsquartiere.

Diskussionspunkt war am Montag viel mehr das Geld. Ersten, groben Schätzungen zufolge würde die Umsetzung der Vorschläge für Schule und Teile des Sportkomplexes rund acht Millionen Euro kosten. Selbst bei großzügiger Förderung müssten die Amtskommunen mehrere Millionen Euro selbst aufbringen – per Kredit. Die Frage, ob sich die Gemeinden das leisten können, vermochte die Verwaltung am Montag noch nicht abschließend zu beantworte. So beschloss der Amtsausschuss zwar einen Nachtragshaushalt unter anderem zur Deckung der erheblichen Planungskosten, stellte zugleich einen Teil der Summe aber unter Vorbehalt, bis die Frage der Finanzierbarkeit geklärt ist.

Von Alexander Beckmann

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