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Pläne für ein Grünes Labyrinth

Lindow Pläne für ein Grünes Labyrinth

Die Idee für einen Bibelgarten in Lindow ist nicht neu. Nun werden aber die Pläne konkreter. Gerne würde man auf dem Areal des Klosterstifts einen labyrinthförmigen Park schaffen, in dem Pflanzen, die in Bibel erwähnt werden, wachsen. Wenn alles klappt, könnte das Projekt bis Ende 2018 Wirklichkeit werden.

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Der labyrinthartige Entwurf des Bibelgartens kam bei den Zuhörern gut an.

Quelle: Mischa Karth

Lindow. 2850 Quadratmeter groß soll er werden, der Bibelgarten von Lindow, und sich an das Justus-Perels-Haus anschließen. Die Fläche entspricht ungefähr einem halben Fußballfeld. „Es gibt nur wenige Bibelgärten, die diese Größe haben“, sagt Susanne Geitz. Die Landschaftsplanerin hat am Mittwochabend im Lindower Gemeindehaus den aktuellen Planungsstand des Projektes vorgestellt. Hauptmerkmal des Bibelgartens, in dem Pflanzen stehen sollen, die in der heiligen Schrift genannt werden, soll demnach eine labyrinthartige Beetanlage sein, die von Hochbeeten und Ruhezonen ergänzt wird. „Die Pflanzen sollen thematisch geordnet den Weg aus dem Irrgarten weisen“, schildert Geitz die Vision.

110 Pflanzen sind in der Bibel erwähnt, neben bekannten heimischen Gewächsen wie Apfel, Weizen oder Brombeere sind auch Exoten wie Safran, Granatapfel oder Weihrauch darunter. Welche Auswahl für Lindow genau getroffen wird, ist noch offen. In jedem Fall soll ein breites Spektrum abgedeckt werden – und zwar nicht nur von jenen aus der Bibel, sondern auch aus den heiligen Schriften des Judentums und des Islams. „Ein Garten, in dem neben der Bibel auch Tanach und Koran vertreten sind, ist in der Region, vielleicht auch in Deutschland einmalig“, sagt Horst Borgmann, Vorsitzender des Stiftkapitels. In Deutschland sind in den letzten 20 Jahren rund 200 Bibelgärten entstanden.

150.000 Euro kostet die Anlage

Die Idee für eine solche Anlage in Lindow ist freilich nicht neu. Im Masterplan für das Klostergelände aus dem Jahr 2011 ist bereits ein Themengarten angedacht. Nun soll das Ganze Realität werden – wenn alles glatt geht und die Fördermittelanträge positiv beschieden werden. 150 000 Euro soll der Garten kosten, rund ein Drittel muss das Klosterstift selber tragen. Mit dem Bau könnte im kommenden Frühjahr begonnen werden, mit der Fertigstellung wird Ende 2018 gerechnet. Die Resonanz auf das Projekt ist bislang gut. Seit Jahresbeginn sind beim Stift bereits 10 000 Euro an Spendengeldern eingegangen. Die konkreten Ideen wurden am Mittwochabend ebenfalls positiv aufgenommen.

Landschaftsplanerin Susanne Geitz stellte das Projekt vor

Landschaftsplanerin Susanne Geitz stellte das Projekt vor.

Quelle: Mischa Karth

Wichtig ist Susanne Geitz, dass im Garten Wissen vermittelt wird. So soll die Beschilderung über die Symbolik der Gewächse in der Bibel, aber auch über botanische Eigenheiten informieren. „Die Besucher sollen animiert werden, sich damit auseinanderzusetzen“, sagt Geitz. Zusätzlich könnten lokale Künstler eigene Werke beisteuern, die dann einen festen Platz im Labyrinth fänden. Mit dem Vorhaben soll ein Teil des Klostergartens deutlich aufgewertet und so ein neuer Anziehungspunkt für alle Lindower, aber auch für Touristen geschaffen werden. „Ich denke, das ist ein Projekt, das in einer eher strukturschwachen Region dem Tourismus gut tut“, sagt Borgmann.

Für die Pflege ist bereits gesorgt

Einige Fallstricke gibt es allerdings noch. Zwar zeigt sich Susanne Geitz zuversichtlich, dass der Förderantrag grünes Licht bekommen wird, zugleich muss bei der Gestaltung des Areals auf eine Reihe von Vorgaben Rücksicht genommen werden. Bereits jetzt habe ein intensiver Austausch mit den Denkmalschutzbehörden und der unteren Naturschutzbehörde stattgefunden. So gilt es historische Elemente wie beispielsweise Mauern zu erhalten und bestimmte Sichtachsen frei zu halten. „Ein ansprechender Eingangsbereich soll dafür sorgen, dass man richtig Appetit hat, das Kloster und den Garten zu besuchen“, sagt Susanne Geitz. Ein Großteil des Geldes werde für den Bau barrierefreier Wege und die Beschilderung verwendet, die auch in Brailleschrift erfolgen soll.

Ein Aspekt war am Mittwochabend die Frage nach der Pflege. Hier konnte Horst Borgmann gute Nachrichten vermelden. So habe das Haus Schönbirken Hilfe angeboten, von der Salus-Klinik gebe es sogar schon eine schriftliche Zusage für die Unterstützung bei den fortlaufenden Arbeiten wie Bewässerung und Beschnitt. Nachfragen gab es auch zu sanitären Anlagen. Diese könnten im Perels-Haus genutzt werden, das gerade saniert wird und auch barrierefreien Toiletten bekommt.

Von Mischa Karth

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