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Ostprignitz-Ruppin Planer lehnen Windräder bei Dorf Zechlin ab
Lokales Ostprignitz-Ruppin Planer lehnen Windräder bei Dorf Zechlin ab
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02:15 16.10.2017
Sechs, je 213 Meter hohe Windräder will ein Unternehmen aus Stuttgart bei Dorf Zechlin bauen. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Die Rheinsberger haben nur noch bis Freitag, 27. Oktober, Gelegenheit, im Bauamt der Stadt die Pläne zum beabsichtigten Bau von sechs, 213 Meter hohen Windrädern bei Dorf Zechlin unter die Lupe zu nehmen und eine Stellungnahme dazu zu verfassen.

Dorf Zechlin hofft durch das Projekt auf Geld

„Das Interesse ist immens“, sagte am Freitag Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Demnach sind einige Einwohner schon vier- oder fünfmal im Bauamt erschienen, um die Pläne möglichst genau studieren zu können. Gehören doch zu den Unterlagen auch computeranimierte Fotos, die zeigen sollen, wie die Energieriesen in den Landschaft wirken würden. Silke Klaus ist darüber entsetzt. Sei doch auf den computeranimierten Darstellungen deutlich zu erkennen, dass zumindest einige der Windräder auch in Dorf und in Flecken Zechlin zu sehen sein würden. Indes habe doch Hartmut Winkelmann, der Ortsvorsteher von Dorf Zechlin, behauptet, das die Anlagen weder von Dorf noch von Flecken Zechlin aus zu sehen sein würden. Der Ortsbeirat von Dorf Zechlin hatte sich für das Projekt ausgesprochen. „Wir können die Windräder nicht verhindern, aber versuchen, das Beste für den Ort rauszuholen“, sagte Winkelmann am Freitag. Zugleich räumte er ein, dass einige der Anlagen wohl doch auch von Dorf und von Flecken Zechlin aus zu sehen sein würden. Ein Problem hat Winkelmann damit nicht. „Die Entscheidung fällt doch sowieso das Land.“

Investor kommt aus Stuttgart

Genauer das Landesumweltamt. Dieses ist Herr des Verfahrens. Wann entschieden wird, ob die Windkraftriesen bei Dorf Zechlin gebaut werden dürfen, das ist offen. „Wir sind ganz am Anfang des Verfahrens“, sagte Sprecher Thomas Frey. Klar ist, dass nicht allein die Rheinsberger Stadtverordneten gegen das Vorhaben der Firma EnBW Windkraftprojekte aus Stuttgart sind. Vielmehr hat sich auch die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel schon dagegen ausgesprochen. „Die Fläche bei Dorf Zechlin war in dem Plan von 2003 kein Windeignungsgebiet, und sie ist es in dem Entwurf des Planes auch nicht“, sagte Chefplaner Ansgar Kuschel.

Wann und wie auch immer das Land über das Projekt entscheiden wird, dagegen ist Widerspruch von Anliegern und unmittelbar Betroffenen möglich – wenn sie zuvor Einwendungen erhoben haben.

Von Andreas Vogel

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