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Ostprignitz-Ruppin Platt hilft in der Pflege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Platt hilft in der Pflege
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02:15 24.08.2015
Ministerin Diana Golze (hinten 4.v.l.) diskutierte im Wittstocker Krankenhaus über Platt in der Pflege. Quelle: Privat
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Wittstock

„Wirkung und Bedeutung des Plattdeutschen in der Pflegepraxis“ war das Hauptthema des Besuchs der Gesundheitsministerin in der KMG-Klinik Wittstock. Auf Einladung des „Vereins zur Pflege des Niederdeutschen in Brandenburg“ lieferte Heinrich Siefer von der katholischen Akademie Stapelfeld aus Niedersachsen in seinem Impulsreferat eindrucksvolle Beispiele zu den Möglichkeiten der Ansprache im Plattdeutschen insbesondere älterer Patienten in der Pflegepraxis. Heinrich Siefer ist Mitglied des Bundesrates für Niederdeutsch. Insbesondere bei Demenzerkrankungen bleibt die Ansprache von Patienten in ihrer zuallererst erlernten Muttersprache ein wichtiges Hilfsmittel, da die Muttersprache oft das „letzte Buch in der kopfinternen Sprachbibliothek ist, das noch aus dem Regal geholt werden kann“.

Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Kirsten Tackmann (MdB) unter reger Teilnahme der Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig (Linke), Ina Muhs (SPD) und des Wittstocker Bürgermeisters Jörg Gehrmann. Seitens der Pflegepraxis waren Vertreterinnen verschiedener Pflegeeinrichtungen aus der Region sowie der KMG- Klinik beteiligt.

Hinrich Enderlein, Vorsitzender des „Vereins für Niederdeutsch in Brandenburg“ hatte die Ministerin eingeladen. Diana Golze (LINKE), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Brandenburg, erfuhr am Donnerstag im KMG Klinikum wie zu Pflegende ebenso in der Pflege Beschäftigte von der Nutzung der niederdeutschen Sprache profitieren können und was die Politik in Bund und Land dazu beitragen können, das dieses Potenzial erschlossen werden kann. Niederdeutsch – Begeisterte, Akteurinnen und Akteure in der Pflege, der Seniorenbetreuung, von Politik und Verwaltung berichteten über ihre Erfahrungen und Erwartungen.

Bessere Genesung durch Ansprache in Niederdeutsch

Der Genesungsprozess und die Lebensqualität von Patienten kann durch Ansprache in der Muttersprache Niederdeutsch verbessert werden. Und weil das gelingt, ist dies auch ein Weg zu mehr Zufriedenheit bei den Betreuenden. Oder noch viel mehr: die damit verbundene Wertschätzung kann sogar die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen, wie eine Auszubildende berichtete. Damit ist Niederdeutsch als Regionalsprache weit mehr als Tradition und Brauchtum, sondern eine neu zu entdeckende Kompetenz für den Alltag. Dass das KMG Klinikum diese „Heilwirkung“ erkannt hat und als regionales Potenzial nutzen will, ist ein wichtiger Schritt voran. Für Bürgermeister Jörg Gehrmann kann damit Wittstock zum Schrittmacher dieser wichtigen Entwicklung werden.

Ministerin Golze versprach, die vielen Anregungen und Ideen in die Diskussionen zur Brandenburger Pflegeoffensive einzubringen, die gerade geplant wird und zu prüfen, wie die Finanzierung eines Wörterbuchs für Pflegende realisiert werden kann. Auch die Abgeordneten Kirsten Tackmann (MdB, die Linke) sowie Ina Muhs (MdL, SPD) und Margitta Mächtig (MdL, Die Linke) sagten ihre weitere Unterstützung fest zu. Das letzte Wort hatte Ministerin Golze: „dat is a goode idee und dat mogen wir“.

Von MAZ-online

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