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Plattdeutsche Predigt nach Zwangspause fortgesetzt

Gottesdienst up Platt in Sewekow Plattdeutsche Predigt nach Zwangspause fortgesetzt

Die Freunde der plattdeutschen Gottesdienste können sich den Sonntag, 16. August, in Sewekow vormerken. Dann findet nach einer Zwangspause wieder die beliebte Predigt up Platt statt. Für den Pfarrer im Ruhestand aus Bad Wilsnack kommt nun eine Kollegin aus Malchin.

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Pfarrer im Ruhestand Gottfried Winter (r.) verabschiedete sich im Jahr 2014 von den plattdeutschen Gottesdienstbesuchern in Sewekow.

Quelle: Christamaria Ruch

Sewekow. Gute Nachrichten gibt es für die Freunde der plattdeutschen Gottesdienste in Sewekow: Diese Reihe wird am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr fortgesetzt. Gemeindepädagogin Ute Eisenack aus Neuruppin tritt dabei das Erbe vom Pfarrer im Ruhestand Gottfried Winter aus Bad Wilsnack an. Winter hatte sich im August vergangenen Jahres aus Altersgründen von seiner Predigtreihe „Plattdüütsch in uns Kirch“ in der Kirche in Sewekow verabschiedet. Über einen Zeitraum von 14 Jahren hielt er einmal jährlich in Sewekow Gottesdienst up Platt.

Die Besucher des Gottesdienstes erleben am 16. August eine doppelte Premiere: Die Predigt wird erstmals im Mecklenburger Platt gehalten, denn Ute Eisenack stammt aus Malchin. „Seit 18 Jahren halte ich immer wieder einmal Festgottesdienste oder Andachten auf Platt“, sagt sie. Außerdem hält Eisenack in Sewekow ihren ersten niederdeutschen Gottesdienst im Land Brandenburg. Die 47-Jährige wuchs mit der Regionalsprache Plattdeutsch auf und spricht sie auch jetzt noch regelmäßig. „Platt ist eine Heimat für mich und Platt verbindet die Gegenwart mit der Vergangenheit.“ Ähnlich wie Gottfried Winter betont sie: „Platt ist eine sehr bildreiche Sprache und vermag, bestimmte Dinge sehr anschaulich und nicht so derb wie im Hochdeutschen auszudrücken.“ Die Predigt steht unter dem Thema „Allns hätt sein Tied“, teilt Ute Eisenack vorab mit. Mitglieder der Kirchengemeinde und vom Stammtisch Niederdeutsch der Volkshochschule in Wittstock beteiligen sich wie in den Vorjahren mit Lesungen am Gottesdienst. Im Gegensatz zur Predigt im Mecklenburger Platt tragen die anderen Mitwirkenden diese Lesungen im Brandenburger Platt vor. Christian Gilde wird wieder die Orgel spielen.

Nach dem Gottesdienst geht es wie gewohnt mit einem Kaffeetrinken vor der Kirche weiter. Dabei möchte Ute Eisenack mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Unter dem Motto „Fundstücke“ sind dabei alle Gäste eingeladen, Anekdoten, Witze oder Kurzgeschichten auf Platt vorzutragen. Außerdem sollen niederdeutsche Lieder gemeinsam gesungen werden, stellte Eisenack in Aussicht.

„Wir sind sehr froh, dass die plattdeutschen Gottesdienste weiter bestehen“, so Organisatorin Heidi Schäfer. Mathias Puppe, Superintendent im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, bahnte nach einem Gespräch mit Schäfer den Kontakt zu Ute Eisenack an. „Mit der Fortsetzung erfüllt sich auch ein Wunsch vieler niederdeutsch sprechender Gottesdienstbesucher“, so Schäfer. Und: „Die niederdeutschen Gottesdienste hier in Sewekow sind schon ein Alleinstellungsmerkmal für unser Dorf.“

Von Christamaria Ruch

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