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Ostprignitz-Ruppin Plattdeutsche Schulung kommt Kitas zugute
Lokales Ostprignitz-Ruppin Plattdeutsche Schulung kommt Kitas zugute
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18:18 04.08.2017
Renate Poggensee (l.) und Marianne Ehlers (r.) brachten die Sprachpuppen Hanna und Hinnerk mit. Heidi Schäfer (2.v.l.) und Angret Thiele nahmen plattdeutsche Bücher unter die Lupe. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Wie können Mädchen und Jungen in den Kindertagesstätten für die plattdeutsche Sprache begeistert werden? Dieser Frage gingen acht Plattsprecher aus der Region und der Uckermark am Freitag im Wittstocker Rathaus nach. Innerhalb der Schulung „Buntes op Platt för de lütten Lüüd“ stand vor allem der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.

Die Referenten Marianne Ehlers und Renate Poggensee aus Schleswig-Holstein sind erfahrene Niederdeutsch-Vermittler und Muttersprachler. „Leider sind heute wegen der Sommerpause keine Erzieherinnen dabei; die Schulung wird nachgeholt“, sagte Heidi Schäfer aus Sewekow. Sie ist im Verein für Niederdeutsch in Brandenburg aktiv. Angret Thiele aus Vehlow (Prignitz), Vorstandsmitglied beim Landesverein, reihte sich bei der Schulung ein: „Ich erhoffe mir methodische Ansätze und möchte als Multiplikator im Raum Kyritz aktiv werden.“

„Der praxisnahe Ansatz ist beim Plattsprechen wichtig“, sagt Renate Poggensee. Demzufolge können sämtliche verfügbare Materialien in den Kitas auch beim Plattsprechen verwendet werden. Beide Referenten setzen bei ihrer Arbeit auf die Immersionsmethode, also das Eintauchen in das Sprachbad während des normalen Tagesablaufes. Dabei nutzen sie die Sprachpuppen Hanna und Hinnerk. Sie „erleichtern den Kindern, sich auf das Plattdeutsche zu konzentrieren.“ Wer erstmals als Plattsprecher in eine Kita geht, sollte den Kindern noch nicht vorlesen. Besser sind interaktive, plattdeutsche Begegnungen, wie etwa beim Sportunterricht, bei Kindergeburtstagen oder Spielen.

Bücher in niederdeutscher Sprache. Quelle: Christamaria Ruch

Ehlers und Poggensee sprechen sich für eine frühe Mehrsprachigkeit der Kinder aus. Neben der Muttersprache kann das auch eine so genannte Nahsprache wie Platt sein. „Es muss nicht immer eine Fremdsprache wie Englisch sein“, so Poggensee. Heidi Schäfer bekannte: „Die Überzeugungsarbeit in den Kitas ist schwierig. Das Mitspracherecht der Eltern für alle Angebote ist so groß, daran kommen wir nicht vorbei. Erst wenn die Eltern dem Plattsprechen zustimmen, können wir aktiv werden.“

Ingrid Meckelburg aus Berlinchen und Heidi Morling aus Wittstock absolvierten zum dritten Mal diese Schulung. „Ich möchte mir neue Anregungen holen“, so Ingrid Meckelburg. Sie war bisher in drei Kitas im Einsatz. „Die Kontinuität ist wichtig, sonst vergessen die Kinder das Plattdeutsche wieder“, weiß sie aus Erfahrung.

Von Christamaria Ruch

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