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Ostprignitz-Ruppin Politischer Frühschoppen am 1. Mai
Lokales Ostprignitz-Ruppin Politischer Frühschoppen am 1. Mai
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00:17 04.05.2016
Andreas Bergmann (2.v.l.) und Hans-Otto Kaschull (3.v.l.) vertiefen sich ins politische Gespräch. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Die politische Bandbreite von Arbeitslosigkeit bis Infrastruktur bewegt Andreas Bergmann und seine Parteigenossen bei Die Linke. Beim traditionellen politischen Frühschoppen am 1. Mai rückten am Sonntag gut 30 Parteimitglieder und Besucher auf dem Hof der Galerie in der Marktgasse in Wittstock zusammen. Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann stattete der Runde ebenfalls einen Kurzbesuch ab.

„Die Bürger sind leider immer etwas scheu, wenn Bürgersprechstunden mit Kirsten Tackmann auf dem Markt in Wittstock organisiert werden“, sagt Karl-Otto Kaschull vom Vorstand des Regionalverbandes Wittstock. Das bestätigte sich auch beim Frühschoppen. Die Frauen und Männer diskutierten politisch nur in der Minderheit; vielmehr stand das gesellige Beisammensein im Vordergrund. Doch Andreas Bergmann, seines Zeichens Wahlkreiskoordinator für Kirsten Tackmann, sieht aktuelle Themen. Da Wittstock in drei Jahren die Landesgartenschau ausrichtet, brennt ihm die Verkehrsanbindung auf den Nägeln: „Neuruppin und Wittstock sind noch immer von den Fernbussen abgehängt und vor allem am Wochenende fehlt ein vernünftiger Bahntakt.“ Im Bundesverkehrswegeplan sei die Bundesstraße 189n in Richtung Mirow festgeschrieben. „Warum muss diese Straße breit ausgebaut werden, wenn die Einwohnerzahlen sinken?“, fragt Wahlkreiskoordinator Andreas Bergmann. Vielmehr setzt er auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. „Das Ziel muss sein, dass die Bahn auch am Wochenende stündlich fährt.“

Peter Kaping spielte Akkordeon. Quelle: Christamaria Ruch

Auch wenn Bergmanns Parteifreunde an der Basis nicht mehr so laut wie noch vor Jahren diskutieren, die Themen Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz IV sind allgegenwärtig. „Von Amts wegen fühlen sich Bürger nach wie vor schlecht behandelt“, sagt Bergmann. Auch Enrico Remter erging es vor Jahren so. „Ich fühlte mich ungerecht beim Amt behandelt und habe sehr wenig Geld bekommen“, sagte er. Das war für ihn 2009 Anlass, der Partei beizutreten. „Ich engagiere mich auch für andere und bin gegen Faschismus“, so sein Anspruch. Seine persönliche Situation sehe mittlerweile besser aus, wie er bekundet.

Der Koalitionsvertrag der beiden Regierungsparteien SPD und Linke im Land enthalte laut Andreas Bergmann noch genügend Baustellen. „Die Agrarwirtschaftsinitiative ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben, aber noch nicht umgesetzt.“ Diese fordere einen stärkeren Blickpunkt auf die regionale Wertschöpfung.

Von Christamaria Ruch

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