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Ostprignitz-Ruppin Polizei ahndet mehr Handyverstöße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Polizei ahndet mehr Handyverstöße
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00:17 13.08.2016
Der kurzer Blick aufs Telefon kann sogar zum Fahrverbot führen. Quelle: FOTO: Dpa
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Neuruppin/Perleberg

Die Zentrale Bußgeldstelle der Polizei des Landes Brandenburg mit Sitz in Gransee hat im ersten Halbjahr dieses Jahres in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz deutlich mehr Verstöße gegen das Handy-Verbot am Steuer registriert als im Vorjahreszeitraum. 116 Vergehen wurden auf dem Gebiet der Polizeiinspektion OPR in den ersten sechs Monaten festgestellt, 84 auf dem Gebiet der Polizeiinspektion Prignitz. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahreszeitraum waren es 136 (OPR) beziehungsweise 123 gewesen. Die Zahl der ertappten Verkehrsteilnehmer ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2013 lag sie lediglich bei 69 Verstößen in OPR und 50 in PR. Bei der Erhebung der Statistik findet keine Unterscheidung nach dem verwendeten Verkehrsmittel – sprich Auto oder Fahrrad – statt. Handyverstöße aus der Bildauswertung der automatisierten digitalen Geschwindigkeitsüberwachung werden laut Bußgeldstelle zwar zur Anzeige gebracht, aber in der Statistik nicht erfasst.

Bei der Zentralen Bußgeldstelle betont man, dass sich durch die Zahl der geahndeten Vergehen keine Rückschlüsse auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ziehen lassen, sondern dass sie „ausschließlich das Ergebnis polizeilicher Arbeit sind.“ Diese sei nach Schwerpunkten organisiert und müsse sich der jeweiligen polizeilichen Lage anpassen.

Die Nutzung eines Mobiltelefons ohne Freisprecheinrichtung ist in einem Auto mit laufendem Motor in Deutschland verboten. Geahndet werden die Vergehen in der Regel mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg. Im Wiederholungsfall kann ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten verhängt werden. Laut diverser Gerichtsurteile zählen zur unerlaubten Nutzung unter anderem auch das Ablesen der Uhrzeit, das Wegdrücken von Anrufern und die Nutzung des Smartphones als Navigationsgerät.

Von Mischa Karth

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