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Polizei in Neuruppin bildet Ermittlergruppe

Viele Wohnungseinbrüche Polizei in Neuruppin bildet Ermittlergruppe

Die Polizei hat im vergangenen Jahr fast 400 Straftaten weniger in Ostprignitz-Ruppin registriert als 2014. Die Quote von 60,3 Prozent liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Gleichwohl ist Polizeichef Halle nicht zufrieden: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist weiterhin hoch, die Aufklärungsquote sinkt. Die Polizei hat deshalb eine extra Ermittlergruppe gebildet.

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Einbrecher haben es meist auf Bargeld, Schmuck, Kreditkarten und hochwertige Computertechnik abgesehen.

Quelle: DPA

Neuruppin. Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeidirektion Nord in Neuruppin ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 um rund 4000 auf 25 520 gesunken. Davon konnten die Beamten in Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel mehr als 14 500 aufklären. Das sind zwar 2000 weniger als 2014. Dennoch stieg die Aufklärungsquote in der kleinsten Polizeidirektion Brandenburgs von 56,4 auf 57,1 Prozent.

Weniger Wohnungseinbrüche aufgeklärt

Gleichwohl ist Chef Bernd Halle nicht zufrieden. Ein Grund: Die Polizei im Nordwesten des Landes konnte im vergangenen Jahr noch weniger Wohnungseinbrüche aufklären als in den Jahren zuvor. Wurde bislang im Schnitt jeder fünfte Wohnungseinbruch aufgeklärt, ist es jetzt nur jeder siebente. „Wir haben deshalb eine extra Ermittlerkommission gebildet“, sagte Halle am Freitag bei der Präsentation der Kriminalitätsstatistik. Denn die Täter gehen meist auf die gleiche Weise vor: Sie hebeln eine Tür aus, bohren ein Schloss auf oder schlagen ein Fenster ein, um Bargeld, Schmuck, Kreditkarten und hochwertige Computertechnik zu stehlen. „Das sind oft junge, dynamische Männer, die auch schnell flüchten können“, so Halle. Erste Erfolge kann die Ermittlergruppe schon verbuchen: So wurden in der Nacht zu Freitag in Birkenwerder (Oberhavel) drei Verdächtige gestellt, die einige Tage zuvor in Bernau (Barnim) einen BMW gestohlen hatten und mit diesem wohl auf Einbruchstour waren: Im Auto fanden die Ermittler diverse Einbruchswerkzeuge. „Wir hoffen, dadurch weitere Straftaten aufklären zu können“, sagte Halle. Zugleich bat der Polizeichef die Bevölkerung um Unterstützung. Ohne Hinweise von aufmerksamen Nachbarn werde es den Beamten kaum gelingen, die Einbrecher zu fassen. Dazu gebe es einfach „zu viele Angriffsobjekte“. In Ostprignitz-Ruppin wurden im vergangenen Jahr 127 Wohnungseinbrüche registriert (2014 waren es 129) , in der Prignitz 87 (Vorjahr: 155) und in Oberhavel 411 (Vorjahr: 514).

Erstmals Daten zu ausländischen Tatverdächtigen

Erstmals veröffentlichte die Polizeidirektion auch Daten zu ausländischen Tatverdächtigen. Deren Zahl ist leicht gestiegen. Die meisten Verdächtigen kommen demnach aus Polen (224), Rumänien (140), Serbien (88) und Syrien (72). Asylbewerber und Ausländer seien aber nicht krimineller als Deutsche, betonte Halle. Immerhin hat die Polizei im vergangenen fast 10 500 Tatverdächtige ermittelt, lediglich 1340 stammen nicht aus Deutschland.

Problematisch ist es für die Polizei, wenn sie in Flüchtlingsheime gerufen wird. Meist passiert das wegen Körperverletzungen. Da die Beamten keinen Dolmetscher haben, fällt die Verständigung schwer. Die meisten Straftaten in Flüchtlingsheimen gab es 2015 in Oberhavel (102). In Ostprignitz-Ruppin (22) und Prignitz (2) werden geflüchtete Menschen vorrangig in Wohnungen untergebracht.

Von Andreas Vogel

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