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Ostprignitz-Ruppin Polizei kontrollierte in Schweinrich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Polizei kontrollierte in Schweinrich
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00:18 25.04.2016
Während der Kontrolle am Freitag im Schweinrich. Quelle: Björn Wagener
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Schweinrich

„Damit habe ich nicht gerechnet. Das kannst du echt nie wissen mit den Burschen“, sagt ein Autofahrer, als er bei geöffneter Fahrertür ein Zigarettchen raucht, während der Papierkram erledigt wird. Die „Burschen“, das sind vier Beamte aus dem Polizeirevier Wittstock, die am Freitagfrüh in der Tannenstraße in Schweinrich zum Teil Fließbandarbeit verrichten. Zeitweise werden zwei, drei oder gar vier Fahrer gleichzeitig „betreut“. Die Bilanz nach zwei Stunden Kontrolle: Insgesamt 15 Fahrer wurden mit einem Verwarngeld von je 20 Euro belegt.

Nicht jeder musste zahlen

Die Tannenstraße ist das Einfallstor zu einer derzeit sehr beliebten, aber illegalen Abkürzung, um die Straßenbaustelle zu umfahren. Denn die Ortsdurchfahrt wird gerade saniert und ist deshalb voll gesperrt. Revierleiterin Dana Hefenbrock und ihre Kollegen Manuela Hennig, Jörg Rachow und Lutz Strissel hatten sich zwischen 8 und 10 Uhr jeweils zu zweit an beiden Seiten der Einfahrt zur Abkürzung postiert. Bald jedoch stellte sich heraus, dass vor allem aus Richtung Wittstock viel Betrieb herrschte – und so kamen die Kollegen von der anderen Seite dorthin zur Unterstützung. Obwohl immer wieder Autos auftauchten, die von den Beamten herausgewinkt wurden, so musste längst nicht jeder Fahrer bezahlen. Denn viele von ihnen waren auch Anlieger, die passieren durften. Allen anderen empfahlen Dana Hefenbrock und ihre Kollegen die Verbindung über Dranse und Sewekow.

Schriftliche Hilfestellung

Wer nicht ortskundig war, dem schrieben die Beamten auch die Streckenführung mal auf einen Zettel. „Der Umweg macht vielleicht fünf bis zehn Minuten aus. Das ist ja zu verschmerzen“, sagt Dana Hefenbrock. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Umleitung. Da sind Kraftfahrer rund 60 Kilometer unterwegs, um von Wittstock aus Schweinrichs Ortsausgang über Flecken Zechlin zu erreichen. „Die Umleitung muss auch für Lkw sicher befahrbar sein“, erklärt die Revierleiterin dazu.

Die für den Durchgangsverkehr unerlaubte Abkürzung sei lediglich für Busse und Anlieger da, so die Polizei. Die Beamten wussten aber, als sie am Freitag nach Schweinrich kamen, dass auch viele andere Autofahrer gern dort unterwegs sind. Denn laut Dana Hefenbrock waren die Beamten bereits am Dienstag dort zu einer Kontrollaktion angerückt – „eigentlich nur für eine Stunde am Vormittag, aber dann wurde es doch 14 Uhr“, sagt sie.

Trotz der vielen Kontrollen hatten die Polizisten ihre Augen aber nicht nur bei den Autofahrern. Als ein Bauarbeiter mehrere gelbe Mülltonnen mit der Schaufel seines Radladers transportieren wollte, war Dana Hefenbrock schon unterwegs zu ihm. Denn das gehe natürlich nicht.

Von Björn Wagener

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