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Poller vor Laden: Offene Fragen

Herzberg Poller vor Laden: Offene Fragen

Der Herzberger Ladeninhaber Björn Neumann ist verärgert darüber, dass die Gemeinde Poller vor seinem Geschäfts aufstellen ließ. Kunden könnten auch auf der Landesstraße vor dem Laden parken, hatte die Gemeinde argumentiert. Doch ist fraglich, ob sie das tatsächlich dürfen.

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Parken unmöglich: Vor dem Laden von Björn Neumann sind Poller aufgestellt worden.

Quelle: Peter Geisler

Herzberg. Nachdem die Gemeinde in der vergangenen Woche Poller vor einem Herzberger Laden setzen ließ, ist die verkehrsrechtliche Situation vor Ort unklar. Die Poller sollen verhindern, dass weiterhin Autos vor dem Laden parken. Kunden könnten auch kurz direkt vor dem Laden auf der Landesstraße parken, hatte Bürgermeisterin Michaela Wolff vorgeschlagen. Fraglich ist jedoch, ob tatsächlich an dieser Stelle auf der Landesstraße geparkt werden darf.

Prinzipiell dürfe auf einer Landesstraße geparkt werden, wenn sie wie in Herzberg breit genug sei, sagt Mathias Wittmoser, Chef der Verkehrsbehörde im Kreis. Allerdings wagt Wittmoser keine endgültige Entscheidung in der Frage – er war nicht vor Ort. Zu berücksichtigen sei auch, dass in unmittelbarer Nähe zu dem Laden eine Bushaltestelle sei.

Parken in unmittelbarer Nähe einer Bushaltestelle ist verboten

Nach Angaben der Polizei darf 15 Meter vor und 15 Meter nach einer Bushaltestelle nicht geparkt werden. Zwar dürfen Autofahrer dort kurz anhalten, um etwa einen Mitfahrer rauszulassen. Ein kurzes Anhalten zum Brötchenholen wäre jedoch verboten. „Wer sein Auto verlässt, der parkt“, sagt Pressesprecherin Dörte Röhrs. Den konkreten Herzberger Fall möchte Röhrs jedoch nicht beurteilen – auch sie ist zu wenig mit der Situation vertraut.

Die Gemeinde hatte für das Aufstellen der Poller Sicherheitsgründe angeführt. Bislang hatten Kunden des Ladens und Inhaber Björn Neumann auf dem Seitenstreifen geparkt. Autofahrern, die aus einer Seitenstraße auf die Landesstraße einbiegen wollten, sei dadurch die Sicht versperrt worden, hatte die Gemeinde argumentiert. Ladeninhaber Neumann fühlt sich indes als Gewerbetreibender schikaniert. Er befürchtet, Kunden zu verlieren. „Leute, die nicht parken können, kommen auch nicht mehr.“ Neumanns Geschichte hat inzwischen auch einen Fernsehsender interessiert. Am Dienstag waren die Fernsehleute bei ihm.

Von Frauke Herweg

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