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Posse um geplante Fontanefigur

Molchow Posse um geplante Fontanefigur

Seit Monaten bemüht sich der Ortsbeirat von Molchow darum, eine knapp einen Meter große Fontanefigur auf dem Dorfanger aufstellen zu können. Zwar haben mehrere Ausschüsse dem Vorhaben zugestimmt. Doch das Neuruppiner Bauamt hat immer noch Bedenken. Indes hat Wulkow gezeigt, dass die Figur auch ohne Abstimmung mit dem Rathaus aufgestellt werden kann.

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Der Künstler Ottmar Hörl mit einigen seiner Fontanefiguren. Eine davon soll in Molchow aufgestellt werden.

Quelle: Peter Geisler

Molchow. Das Neuruppiner Rathaus sorgt erneut für eine Posse. Diesmal geht es nicht um Kreidemalereien eines Kindes, das bunte Parkbuchten auf eine Straße gezeichnet hat und dessen Eltern dafür ein Ordnungsgeld zahlen sollten. Vielmehr hatte der Ortsbeirat von Molchow bereits vor Monaten entschieden, eine gelbe Fontanefigur, die der Künstler Ottmar Hörl aus Kunststoff geschaffen hat, auf dem Dorfplatz neben dem Glockenturm aufzustellen. Doch noch immer ist unklar, wann die 90 Zentimeter große Skulptur aufgestellt werden kann. Zwar haben inzwischen mehrere Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung dem Projekt zugestimmt, dem Neuruppiner Bauamt scheint das jedoch nicht bekannt zu sein. „Es hat uns vielmehr geraten, einen Vertrag mit der Stadt über die Pflege und Instandhaltung der Figur abzuschließen“, sagte Uwe Schürmann am Dienstag. Der Ortsvorsteher ist darüber verwundert. Denn das Bauamt hat in seinem Schreiben zudem darauf verwiesen, dass jährlich auch die Standfestigkeit der Figur geprüft werden müsste. Das sorgte beim Ortsbeirat am Montagabend für Spekulationen. Schließlich waren die insgesamt 400 Fontanefiguren, die Hörl im Frühjahr vor der Pfarrkirche aufgestellt hatte und die die Stadt bundesweit in die Schlagzeilen brachte, lediglich mit längeren Erdnägeln gesichert worden.

In Wulkow genügte ein Anruf

Hinzu kommt, dass in einem anderen Neuruppiner Ortsteil schon längst eine von Hörls Fontane­skulpturen steht. In Wulkow hatte man allerdings auch nicht den Weg über das Rathaus gewählt. Vielmehr wurde nicht einmal der Ortsbeirat informiert: Es reichte ein Anruf des Käufers der Skulptur bei Ortsvorsteher Sven Deter sowie die Versicherung, dass weder auf Wulkow noch auf die Stadt irgendwelche Kosten zukommen würden. Daraufhin wurde im Juli die Figur auf einer städtischen Fläche gegenüber der Kirche aufgestellt (die MAZ berichtete). Weder das Neuruppiner Ordnungs- noch das Bauamt haben sich bisher daran gestört. Uwe Schürmann wartet indessen auf Post aus dem Rathaus: Der Molchower Ortsvorsteher hat mehrere Fragen zu den Hinweisen des Bauamtes. Antworten hat er bisher noch nicht erhalten.

Von Andreas Vogel

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