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Postamt statt Villa für Ordnungshüter

Wittstock: Revier zieht um Postamt statt Villa für Ordnungshüter

Das Polizeirevier Wittstock wird perspektivisch im alten Postamt untergebracht. Bisher befindet es sich in der Villa in der Röbeler Straße. Was dann aus der Villa wird, ist unklar.

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Hier in der Röbeler Straße ist das Polizeirevier untergebracht.

Wittstock. Das Polizeirevier Wittstock ziehe um. Neues Domizil werde das ehemalige Postamt in der Poststraße. Das sagte Bürgermeister Jörg Gehrmann während des Rundganges mit Agrarminister Jörg Vogelsänger am vergangenen Montag. Der Minister wollte sich im Hinblick auf die Ausrichtung der Laga 2019 in der Dosse­stadt einen Überblick über die Bedingungen verschaffen, die in Wittstock herrschen (die MAZ berichtete).

Sprecher Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord bestätigt dieses Ansinnen. Er verweist jedoch gleichzeitig darauf, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Vielmehr werde die Angelegenheit noch geprüft. Auf jeden Fall werde die Polizei „nur Mieter“ sein.

Stadt-Sprecher Jean Dibbert wird da etwas deutlicher. Er sagte auf MAZ-Nachfrage, dass „die Polizei dort einziehen wird“. Einen konkreten Zeitplan gebe es allerdings noch nicht.

Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV), geht zumindest davon aus, dass das Polizeirevier voraussichtlich Ende 2018 in die alte Post einziehen könnte, also noch vor Beginn der Laga im Jahr darauf. Bereits im Jahr 2016 sollen die Planungen beginnen, so dass 2017/18 der Umbau stattfinden könne.

Vertragliche Bindungen mit dem künftigen Mieter bestünden noch nicht, sollen aber demnächst vereinbart werden. „Der Abstimmungsprozess war etwas kompliziert, und zeitweise sah es auch so aus, als würde es nichts mit dem Umzug werden“, sagt Lö­ther. Diese Phase sei aber inzwischen überwunden.

Die Voraussetzungen für die Nutzung als Polizeirevier seien längst überprüft und als geeignet eingeschätzt worden. Als Vorteile sieht Hans-Jörg Lö­ther dabei auch die strategisch günstige Lage. Schließlich ist die Autobahn zu erreichen, ohne die Innenstadt passieren zu müssen. Und nicht zuletzt müssten die Beamten zu keiner Zeit eine Baustelle ertragen. „Sie ziehen in ein fertiges Objekt.“

Der GWV-Chef sieht in der Sanierung des alten Postgebäudes aber auch eine Aufwertung des Eingangsbereiches in die Wittstocker Innenstadt an dieser Stelle. Schließlich ist das seit Jahren leer stehende mächtige Backsteingebäude ein Blickfang.

Was nach dem Auszug des Polizeireviers aus der Villa in der Röbeler Straße werden könnte, sei noch nicht abzusehen, so Hans-Jörg Löther.

„Wenn die Polizei damit gar nicht klarkommen sollte, würden wir es übernehmen“, sagt der Chef der Gebäude- und Wohnungsverwaltung.

Von Björn Wagener

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