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Ostprignitz-Ruppin Postkarten-Aktion: Neuruppin soll Kreisstadt bleiben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Postkarten-Aktion: Neuruppin soll Kreisstadt bleiben
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00:17 30.04.2017
Die Vorderseite der Postkarte für die Landtagsabgeordneten. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Die Botschaft ist eindeutig. „Neuruppin muss Kreisstadt bleiben“ steht auf der Postkarte, die aus der Luft einen Blick auf die Klosterkirche und das Neuruppiner Bollwerk bietet. Doch während auf der Rückseite von Postkarten sonst Platz ist für ein paar Zeilen aus dem Urlaub an Verwandte, Freunde und Bekannte, ist der Platz auf dieser Karte schon belegt. Denn die Karte soll, bedruckt mit Argumenten für Neuruppin als Kreisstadt, an eine oder mehrere Fraktionen des Brandenburger Landtages in Potsdam gehen. Immerhin werden die Landtagsabgeordneten im Herbst oder Anfang 2018 darüber entscheiden, ob Neuruppin oder Perleberg nach der vom Land geplanten Fusion von Ostprignitz-Ruppin mit der Prignitz Kreisstadt in dem neuen Gebilde sein wird.

Für Landrat Ralf Reinhardt (r.) hatte Hotelier Max Golde auch noch ein passendes T-Shirt bedrucken lassen. Quelle: Andreas Vogel

Hotelier Max Golde (31) hat auf eigene Kosten 2000 dieser Postkarten drucken lassen, damit Neuruppin Kreisstadt bleibt. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) zeigte sich am Mittwoch erfreut über dieses Engagement. Denn es sei keinesfalls sicher, dass der Landtag sich für Neuruppin als Kreisstadt in dem neuen Großkreis Prignitz-Ruppin entscheide. Zwar sei eine Bündelung der Stärken sinnvoll, um den größten Nutzen für eine Region zu erzielen, so Reinhardt. Doch die Befürworter von Perleberg argumentieren, dass Neuruppin als größte und wirtschaftlich stärkste Kommune im Nordwesten Brandenburgs den Status als Kreisstadt überhaupt nicht notwendig habe. Ähnlich wird in anderen Regionen des Landes argumentiert, sollen doch beispielsweise auch die Uckermark und der Barnim fusionieren. Dort steht die Frage, ob Prenzlau oder das größere Eberswalde dann Kreisstadt wird.

Die Unterstützer für Neuruppin müssen nur noch ein oder mehrere Kreuze machen und mit ihrem Namen unterschreiben. Dann können die Postkarten in einen der roten Briefkästen der Turbopost geworfen werden. Quelle: Andreas Vogel

Unter den Landtagsabgeordneten wird deshalb bereits mächtig diskutiert, ob man der bisherigen Strategie „Stärken stärken“ wirklich weiter folgen soll oder vielleicht doch versuchen sollte, dass sich die kleineren Städte mit dem Status Kreisstadt zu einem zweiten Anker in der jeweiligen Region entwickeln. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hält von so einem Strategiewechsel wenig. Golde befürchtet, dass Neuruppin mit dem Verlust des Kreisstadt-Status’ an „Strahlkraft für die Region“ verlieren würde. Mittelfristig Justizzentrum und Polizeidirektion aus Neuruppin abgezogen werden, so Golde.

Sein Sohn Max will am Donnerstag beim sogenannten Wirtschaftsfrühling in der Pfarrkirche die Postkarten anbieten. Immerhin werden dazu mehr als 200 Gäste erwartet. Finden die Karten Anklang, sollen noch mehr gedruckt und sie auch beim Mai- und Hafenfest angeboten werden. Das Porto für den Transport nach Potsdam übernimmt übrigens die Turbopost.

Von Andreas Vogel

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